Schießerei in US-Stadt Burlington Mutmaßlicher Amokschütze festgenommen

Mit einem Gewehr bewaffnet, hatte er am Freitagabend ein Kaufhaus im US-Bundesstaat Washington gestürmt und fünf Menschen erschossen - nun hat die Polizei den mutmaßlichen Amokschützen von Burlington gefasst.


Rund 24 Stunden nach einer Schießerei in einem Einkaufszentrum im US-Bundesstaat Washington hat die Polizei einen Tatverdächtigen in Gewahrsam genommen. Der Amokschütze sei von den Behörden gefasst worden, teilte Polizeisprecher Mark Francis über Twitter mit.

Am Freitagabend hatte ein mit einem Gewehr bewaffneter Mann in der Kleinstadt Burlington das Feuer in der Kosmetikabteilung des Kaufhauses Macy's eröffnet und drei Frauen, ein 16-jähriges Mädchen und einen Mann getötet.

Der Schütze, ursprünglich beschrieben als etwa 20-jähriger Mann lateinamerikanischer Herkunft, hatte den Laden zu Fuß verlassen. Eine Waffe wurde in dem Einkaufszentrum Cascade Mall gefunden. Die Polizei startete eine Großfahndung und suchte mit Hundestaffeln nach dem Mann. Die 8000-Einwohner-Stadt Burlington liegt 110 Kilometer nördlich von Seattle, kurz vor der kanadischen Grenze.

Bei dem jetzt festgenommen Verdächtigen handelt es sich um einen 20-jährigen Einwanderer aus der Türkei mit Wohnsitz in Oak Harbor im Bundesstaat Washington.

Foto des mutmaßlichen Amokschützen
EPA/ WASHINGTON STATE PATROL/ DPA

Foto des mutmaßlichen Amokschützen

Die US-Bundespolizei in Seattle erklärte, es gebe keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Das Motiv des Täters war zunächst aber weiter unklar, wie der Polizeichef der Nachbarstadt Mount Vernon, Chris Cammock, sagte.

Dem Fernsehsender Komo News berichteten Augenzeugen, der Schütze sei in der Mall in das Kaufhaus Macy's eingedrungen und habe dort das Feuer eröffnet. Die vier Frauen starben sofort, ein Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Nach dem Angriff wurde die Cascade Mall geräumt, Sanitäter und Ärzte kümmerten sich um die Verletzten.

"Ich habe einen Schuss gehört, dann sah ich zwei oder drei Leute wegrennen - und dann kam ein Schuss nach dem anderen", berichtete Armando Patino, der in einem Mobilfunkladen arbeitet, dem Sender. "Manche wussten nicht, wohin sie gehen sollten. Ich habe sie dann einfach in den Laden geholt, dort haben wir in den hinteren Räumen dann gewartet, bis man uns sagte, dass wir die Mall verlassen sollen."

nck/AFP/AP



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