Rapper Versuchter Betrug - Bushido akzeptiert Bewährungsstrafe

Bushido wollte seine Versicherung um 360.000 Euro betrügen. Doch die Ermittler kamen dem Rapper auf die Schliche. Nun wurde er rechtskräftig verurteilt.

Rapper Bushido (Archiv)
DPA

Rapper Bushido (Archiv)


Der Musiker Bushido ist wegen versuchten Betrugs zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ein Sprecher des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten bestätigte SPIEGEL ONLINE einen entsprechenden Bericht des "Stern".

Der Musiker mit dem bürgerlichen Namen Anis Ferchichi habe einen Strafbefehl akzeptiert, der am 20. Dezember rechtskräftig geworden sei. Der Strafbefehl umfasst demnach neben der Bewährungsstrafe auch eine Geldauflage von 10.000 Euro, die Bushido zahlen muss.

Hintergrund ist ein Vorfall aus dem Jahr 2014. Der Musiker behauptete, in der Nacht vom 11. auf den 12. November sei in seinem Aquaristik-Geschäft eingebrochen worden. Unbekannte hätten Fische, Korallen und Ausstattung im Wert von 175.000 Euro gestohlen. Auch ein Tresor mit 185.000 Euro in bar war angeblich verschwunden.

Angeblicher Schaden: 360.000 Euro

Bushido machte demnach bei seiner Versicherung einen Schaden in Höhe von 360.000 Euro geltend. Die Ermittler misstrauten der Darstellung und ermittelten gegen den Musiker. "Nach unseren Erkenntnissen hat der Einbruch nicht stattgefunden", sagte damals ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Im November 2015 wurden Bushidos Haus in Lichterfelde und seine Villa in Kleinmachnow durchsucht.

Am 16. Dezember 2016 wurde laut "Stern" der Strafbefehl wegen versuchten Betruges ausgestellt. Demnach hatte die Versicherung noch kein Geld ausgezahlt, sodass Bushido vermutlich eine härtere Strafe erspart blieb. Anfang 2016 hatte der Musiker bereits einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung über 135.000 Euro akzeptiert. Ein Strafbefehl ist eine Verurteilung, die ohne Prozess zustande kommt.

sms



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