Ohne Zugticket von München nach Augsburg Bundesligaspieler Caiuby soll 22.500 Euro zahlen

Einen Fahrschein gibt es für 25 Euro - trotzdem fuhr Profifußballer Caiuby im Zug von München nach Augsburg ohne Ticket. Nun hat das Amtsgericht die Höhe der Strafe festgelegt.

Caiuby (Archivbild)
DPA

Caiuby (Archivbild)


Francisco da Silva Caiuby, Fußballprofi beim FC Augsburg, soll 22.500 Euro Geldstrafe zahlen, weil er ohne Ticket Zug gefahren ist. Das hat das Augsburger Amtsgericht laut einem Sprecher entschieden. Zuerst hatte die "Augsburger Allgemeine" darüber berichtet.

Das Gericht hatte im Sommer auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl gegen den 30 Jahre alten Brasilianer wegen Leistungserschleichung erlassen. Caiuby war im Herbst 2017 ohne Fahrschein im Zug von München nach Augsburg erwischt worden.

Laut der "Augsburger Allgemeinen" befand sich der Sportler auf dem Rückweg vom Oktoberfest. Ein Bayernticket für eine Person kostet 25 Euro.

Gegen die Höhe des Strafbefehls hatte Caiuby laut der Zeitung Einspruch eingelegt. Das Gericht hat diese nun etwas reduziert, auf 30 Tagessätze zu je 750 Euro. Vorher sollten es laut der Zeitung 1000 Euro pro Tagessatz sein.

Ein Sprecher des Bundesligisten sagte, dass weder der Verein noch Caiuby selbst zu dem Urteil Stellung nehmen wollen.

jpz/dpa

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ceen 19.10.2018
1. Schwarzfahren in Bayern anders?
Hier in RLP und Hessen zahlt man 60 € oder den 3x Fahrpreis. Wie kommt man da auf 22500 € oder ist es in Bayern mal wieder etwas strenger? Die Bayern ^^
mopsfidel 19.10.2018
2. Die wichtigste Fragen bleibt offen: Wieso eine derart hohe Geldstrafe?
Selbst wer kein Ticket besitzt, kann eines nachlösen und zahlt den üblichen Aufschlag. Und wer gar kein Geld dabei hat, kann wohl auch mit einer Zahlungsaufforderung ein Ticket kaufen; vorausgesetzt man kann sich irgendwie ausweisen.
salz63 19.10.2018
3. Genauere Umstände wären interessant...
Da ich bislang noch von niemandem gehört habe, der nach so einer Sache direkt vor Gericht landet und eine solche Summer zahlen soll, wären weitere Details interessant, um einordnen zu können was diese enorme Summe verursacht.
spoonium 19.10.2018
4.
Die Höhe der Geldstrafe an sich wundert mich jetzt nicht, die wird ja aus den Tagessätzen errechnet. Und ein Bundesligaprofi verdient eben entsprechend viel (sowas würde ich mir übrigens auch bei Verkehrsdelikten im Straßneverkehr wünschen, ähnlich wie in Finnland). Was mich wundert, ist, dass sofort nach einmaligem Erwischtwerden ein Strafbefehl über 30 Tagessätze ausgestellt wurde. Das erscheint mir doch recht hoch.
cs01 19.10.2018
5.
Zitat von mopsfidelSelbst wer kein Ticket besitzt, kann eines nachlösen und zahlt den üblichen Aufschlag. Und wer gar kein Geld dabei hat, kann wohl auch mit einer Zahlungsaufforderung ein Ticket kaufen; vorausgesetzt man kann sich irgendwie ausweisen.
Nein. Das Nachlösen und das Zahlen eines erhöhten Beförderungsentgeldes gemäß der Beförderungsbedingungen löst nur die zivilrechtliche Seite der Angelegenheit. (Verglichen mit dem Diebstahl ist das die Rückgabe der Beute) Die strafrechtliche Seite, das Bestrafen der Tat bleibt, und da sind 30 Tagessätze absolut im Rahmen.
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