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Nahe Lager von Calais Dolmetscherin wirft Flüchtling Vergewaltigung vor

Ein TV-Reporter und seine afghanischstämmige Dolmetscherin geben an, beim Flüchtlingslager von Calais attackiert worden zu sein, vermutlich von Flüchtlingen. Ein Mann soll die Übersetzerin zum Sex gezwungen haben.
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Ein Flüchtling soll am Rande des Lagers im nordfranzösischen Calais die Dolmetscherin eines TV-Reporters vergewaltigt haben. Der Fernsehjournalist und seine afghanisch-stämmige Paschtu-Dolmetscherin hätten in der Nacht in dem Flüchtlingslager eine Reportage über minderjährige Flüchtlinge gedreht, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit. Dabei seien sie nach eigenen Angaben von drei Afghanen, "vermutlich Flüchtlingen", attackiert worden.

Die Männer hätten zunächst die Ausrüstung des Journalisten rauben wollen. Dann habe einer der mit einem Messer bewaffneten Afghanen die 38-jährige Dolmetscherin zu Sex gezwungen. Die beiden anderen Männer hätten den 42-jährigen Journalisten mit Messern auf Abstand gehalten. Die Behörden leiteten umgehend Ermittlungen ein. Nach den drei mutmaßlichen Angreifern wird noch gesucht.

In dem auch als "Dschungel" bekannten Flüchtlingslager von Calais harren Tausende Flüchtlinge aus, von denen viele hoffen, heimlich nach Großbritannien zu gelangen. Das Lager soll bald geräumt werden, möglicherweise schon vom kommenden Montag an. Die französischen Behörden wollen die Flüchtlinge in Unterkünften im ganzen Land verteilen.

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anr/AFP