Tötung eines Homosexuellen Lange Haftstrafen für drei Täter

Ein Mann in Aue wurde brutal getötet. Das Gericht in Chemnitz hat die drei Täter wegen Totschlags verurteilt.

Das Landgericht in Chemnitz
Peter Endig/ DPA

Das Landgericht in Chemnitz


Im Prozess um die Tötung eines 27-Jährigen in Aue wurden die drei Angeklagten zu langen Haftstrafen verurteilt. Das Landgericht Chemnitz sah es als erwiesen an, dass die Männer ihr Opfer am 17. April 2018 getötet hatten.

Der Fall erregte Aufsehen. Denn die Anklage ging zunächst von einem rechten Motiv aus, weil das Opfer homosexuell war und einer der Täter eine rechte Gesinnung haben soll. Das ließ sich offenbar nicht halten: Staatsanwaltschaft, der psychiatrische Gutachter und die Kammer machten kein rechtes Motiv aus.

Die Schwurgerichtskammer am Landgericht verurteilte den 27-jährigen Haupttäter wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren. Die beiden 22-jährigen Komplizen wurden zu jeweils elf Jahren Haft verurteilt. Für einen der Mittäter ist das Urteil bereits rechtskräftig: Er nahm die Strafe noch im Gerichtssaal an. Die Staatsanwaltschaft und die anderen Verurteilen prüfen, ob sie in Revision gehen.

muk/dpa

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