Nach Attacke auf Libyer in Rollstuhl 22-Jähriger soll in Chemnitz weitere Tat verübt haben

In Chemnitz soll ein Mann einen Rollstuhlfahrer aus Libyen angegriffen und verletzt haben. Nun wird dem mutmaßlich rechtsradikalen Tatverdächtigen eine weitere Attacke zur Last gelegt.

Das Blaulicht eines Funkstreifenwagens (Symbolbild)
Jens Wolf/dpa

Das Blaulicht eines Funkstreifenwagens (Symbolbild)


Nach dem Übergriff eines 22-Jährigen auf einen Libyer im Rollstuhl prüft die Polizei in Chemnitz Hinweise auf eine weitere Tat des Tatverdächtigen. Der Mann könnte demnach in der Tatnacht auch einen noch unbekannten dunkelhäutigen Mann angegriffen haben, wie die Ermittler mitteilten.

Demnach soll das Opfer gegen 22 Uhr nach einer Auseinandersetzung vor dem Tatverdächtigen in eine Straßenbahn geflohen sein. Daraufhin habe der mutmaßliche Täter versucht, den Mann aus der Bahn zu ziehen. Begleiter des 22-Jährigen schritten schließlich ein, sodass das Opfer entkommen konnte. Die Polizei sucht nun den angegriffenen Mann sowie Zeugen des Vorfalls.

Erst am Montag hatte die Polizei mitgeteilt, dass der Mann einen 31 Jahre alten Libyer im Rollstuhl angegriffen hatte. Demnach sei der Tatverdächtige der Polizei wegen rechtsmotivierter Straftaten und Körperverletzungsdelikten bekannt. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

bam/AFP

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