US-Rapper Chris Brown kommt nach Vergewaltigungsvorwurf wieder frei

Der US-Rapper Chris Brown ist nach einem Verhör zu Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn wieder auf freiem Fuß. Ein Verfahren wurde zunächst nicht eingeleitet, aber die Polizei ermittelt weiter.

Chris Brown bei einer Preisverleihung (Archivbild)
REUTERS

Chris Brown bei einer Preisverleihung (Archivbild)


Nach der Festnahme von Chris Brown in Paris wegen Vergewaltigungsverdachts ist der US-Rapper wieder freigelassen worden. Zuvor sei er verhört worden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Ein Verfahren gegen Brown sei zunächst nicht eingeleitet worden. Die Untersuchungen in dem Fall dauerten aber an. Eine Frau beschuldigt Brown demnach, sie gemeinsam mit einem Freund und seinem Leibwächter missbraucht zu haben.

Brown war am Montag festgenommen worden. Nach Angaben der Frau soll sich die Gruppenvergewaltigung in der Nacht zum 16. Januar in einem Hotel im Zentrum der Stadt ereignet haben, schreibt die AFP. Die 25-Jährige habe nach eigenen Angaben zuvor mit dem Musiker und weiteren Frauen in einem Club der französischen Hauptstadt gefeiert und ihn dann zum Hotel begleitet. Brown werden außerdem Drogendelikte zur Last gelegt.

Browns Anwalt Raphael Chiche erklärte, sein Mandant beteuere "energisch" seine Unschuld und wolle eine Verleumdungsklage einreichen. Der Sänger selbst nannte die Vorwürfe im Online-Bilderdienst Instagram "falsch" und "respektlos".

Brown hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger mit der Justiz. 2009 wurde er von einem kalifornischen Gericht wegen eines Angriffs auf seine damalige Freundin, R&B-Star Rihanna, zu fünf Jahren Haft auf Bewährung und 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt. 2014 bekannte Brown sich schuldig, in Washington einen Fan angegriffen zu haben. 2016 wurde er festgenommen, nachdem eine Frau ihn beschuldigt hatte, ihr eine Waffe an den Kopf gehalten zu haben.

kko/dpa



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