Ex-Fußballnationalspieler Urteil gegen Metzelder ist rechtskräftig

Das Urteil gegen Ex-Fußballprofi Metzelder wegen Besitz und Weitergabe von Kinderpornografie ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hat laut Gericht die Berufung zurückgenommen.
Christoph Metzelder im Gerichtssaal: »Echte Reue gezeigt«

Christoph Metzelder im Gerichtssaal: »Echte Reue gezeigt«

Foto: Federico Gambarini / dpa

Christoph Metzelder ist nun rechtskräftig wegen Besitz und Weitergabe von Kinderpornografie verurteilt. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat die gegen das entsprechende Urteil des Amtsgerichts eingelegte Berufung zurückgenommen. Beide Seiten hätten auf Rechtsmittel verzichtet, teilte das Gericht mit.

Die zehnmonatige Bewährungsstrafe gegen den früheren Fußballprofi hat damit Bestand. Der 40-Jährige habe zudem auf die Rückgabe seines Handys, das als Beweismittel sichergestellt worden war, verzichtet, heißt es. Das Gericht wiederum verzichtete darauf, zusätzlich zur Bewährungsstrafe eine Geldauflage festzusetzen.

Therapie absolviert

Metzelder hatte gestanden, kinder- und jugendpornografische Dateien besessen und an drei Frauen weitergeleitet zu haben. Der Anwalt des Ex-Fußballprofis, Ulrich Sommer, hatte noch offengelassen, ob sein Mandant das Urteil annehmen werde.

Metzelder hatte dem Amtsgericht zufolge 2019 insgesamt 29 Bild- und Videodateien mit kinderpornografischem Inhalt an die Frauen verschickt. Zudem hatte er den Angaben zufolge unterschiedliche Bild- und Videodateien mit kinderpornografischem Inhalt auf seinem Mobiltelefon besessen, das Gericht ging für September 2019 von 18 Dateien aus.

Das Gericht hatte eine Reihe von Faktoren strafmildernd gewertet. So habe die umfangreiche Berichterstattung wie eine vorweggenommene Bestrafung gewirkt. Metzelder dürfte für absehbare Zeit weder seiner beruflichen Tätigkeit nachgehen können, noch am öffentlichen Leben teilnehmen.

Positiv wurde ihm zudem angerechnet, dass er nicht vorbestraft ist, geständig war und frühzeitig eine Therapie absolviert habe. »Für mich hat er echte Reue gezeigt«, hatte die Richterin gesagt.

Strafschärfend kam dagegen hinzu, dass der Angeklagte laut Gericht zwei Videodateien verschickt hatte, die den schweren Missbrauch von Kindern zeigen.

apr/dpa
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