Angebliche Lieferung nach NRW Millionenfacher Betrug mit Schutzmasken aufgeflogen

Die Fahrzeuge zur Abholung von rund zehn Millionen Schutzmasken standen schon bereit, als ein Geschäftsmann den Betrug bemerkte. Der Wert der Ware: 15 Millionen Euro.
Schutzmaske (Symbolbild)

Schutzmaske (Symbolbild)

Foto: Daniel Karmann/ dpa

Ermittler haben einen international angelegten, millionenschweren Betrug mit nicht existierenden Atemschutzmasken aufgedeckt. Geschädigte seien zwei Vertriebsfirmen mit Sitzen in Hamburg und Zürich, teilte die Staatsanwaltschaft Traunstein mit. Sie sollten rund zehn Millionen Masken für knapp 15 Millionen Euro an das Land Nordrhein-Westfalen liefern.

Die Firmen hatten laut Mitteilung schon eine Anzahlung von rund 2,4 Millionen Euro an die vermeintlichen Lieferfirmen geleistet. Zur Abholung und Auslieferung der begehrten Masken standen den bayerischen Ermittlern zufolge in den Niederlanden bereits 52 Fahrzeuge bereit. Diese sollten unter Polizeischutz nach Bayern gebracht werden.

12,3 Millionen Euro inzwischen zurückbezahlt

Als die Masken nicht ankamen, habe der deutsche Geschäftsführer der beiden Unternehmen Anzeige erstattet. Rund zwei Millionen Euro wurden nach Auskunft der Ermittler bereits im Ausland gesichert.

Auch Nordrhein-Westfalen hatte schon bezahlt - rund 14,7 Millionen Euro an das Schweizer Vertriebsunternehmen. Etwa 12,3 Millionen Euro seien inzwischen wieder zurückbezahlt worden. Die Ermittlungen laufen noch.

Laut Staatsanwaltschaft hatten die Betrüger die Identität einer Firma im europäischen Ausland gekapert. Einzelheiten wurden unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht genannt.

lmd/AFP/dpa
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