Diebstahl in Dachau Tor von KZ-Gedenkstätte offenbar in Norwegen gefunden

Anfang November 2014 haben Unbekannte das Tor der KZ-Gedenkstätte Dachau gestohlen. Nun erhielt die Polizei in Norwegen einen anonymen Hinweis.

Polizeifoto vom Eisentor
AFP/Bayerische Polizei

Polizeifoto vom Eisentor


Das vor gut zwei Jahren von der KZ-Gedenkstätte Dachau gestohlene Eingangstor ist mit hoher Wahrscheinlichkeit in Norwegen gefunden worden. Wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte, stellte die Polizei im norwegischen Bergen nach einem anonymen Hinweis das Tor mit der zynischen Aufschrift "Arbeit macht frei" sicher.

Das etwa hundert Kilo schwere Tor war in der Nacht zum 2. November 2014 von unbekannten Tätern aus der Verankerung gehoben und abtransportiert worden.

Rekonstruktion des Schriftzugs

Die Polizei in Bayern gehe aufgrund von Fotos davon aus, dass es sich bei dem nun entdeckten Tor "mit hoher Wahrscheinlichkeit" um das in Dachau entwendete Eisentor handelt. Nähere Umstände der Auffindung würden derzeit länderübergreifend geklärt.

Bei der Tür handelt es sich um die Originaltür des ersten von den Nationalsozialisten errichteten Konzentrationslagers. Der Schriftzug hingegen ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1965. Der Diebstahl löste vor zwei Jahren international Empörung aus.

sms/dpa



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