Bandenkriminalität Ein Toter und mehrere Verletzte nach Schüssen nahe Kopenhagen

Die Polizei geht von einer Auseinandersetzung zwischen Banden aus: Im Norden der dänischen Insel Seeland fielen Schüsse, ein Mann starb. Sicherheitskräfte nahmen 14 Personen fest.

Ein dänischer Polizeiwagen in Kopenhagen
imago/ Dean Pictures

Ein dänischer Polizeiwagen in Kopenhagen


In einem Küstenort nördlich der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ist ein 20-Jähriger am Samstagabend erschossen worden. Vier weitere Männer im Alter zwischen 20 und 27 Jahren seien verletzt worden. Einer der Verletzten wurde Polizeiangaben zufolge angeschossen, die anderen seien mit einem Messer und einem Fahrzeug verletzt worden.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine Auseinandersetzung zweier lokaler Banden handelt. Andere Motive ließen sich jedoch zunächst nicht ausschließen.

Die Verletzten wurden im Krankenhaus behandelt. Lebensgefahr bestand einem Polizeisprecher zufolge nicht. Unbeteiligte Passanten waren nicht unter ihnen.

22 Männer festgenommen

Nach den Schüssen hat die Polizei 22 Personen vorläufig festgenommen. Die meisten davon wurden später freigelassen, sechs sollten noch am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden. Sie sind dem Sprecher zufolge polizeibekannt.

Die Schüsse waren am frühen Abend in dem Küstenort Rungsted, nördlich von Kopenhagen gefallen. Auf TV-Bildern vom Tatort waren mehrere Rettungs- und Polizeiwagen auf einer Küstenstraße zu sehen. Im Hintergrund war ein Hubschrauber zu hören.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Sie sperrte den mutmaßlichen Tatort ab und bat Anwohner, in ihren Häusern zu bleiben. Am Sonntag setzte sie ihre Ermittlungen fort. Man wolle sowohl in Rungsted als auch in anderen Teilen des Polizeibezirks besonders sichtbar sein, damit die Bürger sich wieder sicher fühlten, teilte ein Ermittler mit.

Rungsted ist Teil der Gemeinde Hørsholm und liegt rund 30 Kilometer nördlich von Kopenhagen. In der dänischen Hauptstadt sind mehrere Gangs aktiv.

brt/dpa



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