Tödliche Schüsse auf Polizisten Schütze von Dallas war Soldat in Afghanistan

Der mutmaßliche Polizistenmörder von Dallas ist laut der US-Armee ein Afghanistan-Veteran. Der 25-jährige Micah Johnson wurde nach stundenlangen Verhandlungen mithilfe eines Roboters getötet.


Der mutmaßliche Schütze von Dallas war von März 2009 bis April 2015 Soldat in der US-Armee. Das teilte ein Sprecher der US-Streitkräfte mit. Von November 2013 bis Juli 2014 sei Micah Johnson in Afghanistan stationiert gewesen.

Die "Los Angeles Times" und der Sender CBS berichteten, Johnson habe keine kriminelle Vergangenheit, auch gebe es keine bekannten Verbindungen zu terroristischen Gruppen. Es heißt, Johnson habe bei seiner Mutter in Mesquite gelebt, was unmittelbar an Dallas grenzt. Der Mann sei als Maurer ausgebildet worden.

Laut der Polizei von Dallas habe Johnson vor seiner Tötung gesagt, er wolle Weiße töten, namentlich weiße Polizisten. Er habe sich über die tödlichen Schüsse auf Schwarze in dieser Woche geärgert, sollen seine Worte gewesen sein. Er handle allein und sei kein Mitglied einer Gruppe.

Der 25-Jährige hatte sich mehrere Stunden lang in einem Parkhaus verschanzt und sich Schusswechsel mit der Polizei geliefert. Am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) wurde er von einem von der Polizei gezündeten Sprengsatz getötet.

Während einer friedlichen Demonstration gegen Polizeigewalt waren zuvor Schüsse aus einem Hinterhalt gefallen. Fünf Beamte wurden dabei erschossen, mindestens sieben weitere Polizisten und zwei Zivilisten verletzt, teilten die Behörden der texanischen Großstadt mit. Drei Menschen seien später festgenommen worden, darunter eine Frau. "Wir sind aber noch nicht vollständig sicher, dass wir alle Verdächtigen in Gewahrsam haben", sagte der Polizeichef von Dallas, David Brown.

msc/Reuters/AP/dpa



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