Star-Geiger David Garrett "Was in Schlafzimmern passiert, geht niemanden etwas an"

David Garrett soll seine Ex-Freundin Ashley Youdan zu Gewaltsex gezwungen haben. Stimmt nicht, sagt der Star-Geiger in einem Interview. Und will sich nun möglicherweise juristisch wehren.

DPA

Im Streit um Gewaltsex-Vorwürfe hat Star-Geiger David Garrett seiner Ex-Freundin Ashley Youdan mit juristischen Schritten gedroht. "Die Veröffentlichung von Details aus meinem Intimleben erfüllt den Tatbestand des Rufmordes", sagte Garrett der "Welt am Sonntag". "Irgendwann ist auch mal Schluss. Eine Gegenklage von meiner Seite ist jedenfalls nicht ausgeschlossen."

Die frühere US-Pornodarstellerin behauptet, Garrett habe sie körperlich und psychisch misshandelt und zu harten Sexualpraktiken gezwungen. Medienberichten zufolge verklagt sie den Geiger.

Keine Gewalt

Garrett äußerte sich im Interview zwar nicht konkret zu den Vorwürfen, betonte aber: "Ich habe noch nie jemandem Gewalt angetan - auch Ashley nicht." Er habe sie nie zu sexuellen Praktiken gezwungen. Alles zwischen ihnen sei einvernehmlich geschehen. "Was in Schlafzimmern passiert, geht niemanden etwas an." Youdan sei "die größte Enttäuschung meines Lebens".

Garrett hatte die 28-Jährige 2014 kennengelernt, im Februar trennte sich das Paar. Garrett räumte ein, er habe zeitweise neben Youdan eine zweite Freundin gehabt, ohne die beiden Frauen einzuweihen. "Ich war in zwei Frauen verliebt." Er habe sich nicht für eine von beiden entscheiden können. Heute wisse er, dass dieses Verhalten ein Fehler gewesen sei, weil er Menschen verletzt habe.

In dem Interview wurde Garrett auch mit einem Satz aus einem früheren Interview konfrontiert. Damals hatte der Geiger gesagt: "Das Tolle ist, dass man beim Sex auch mal grob sein kann. Mit meiner Geige gehe ich viel zärtlicher um, ein Kratzer an der Geige heilt nicht, an einer Frau schon."

Dazu sagte Garrett, er habe damals lediglich betonen wollen, wie vorsichtig er mit seiner Geige umgehe, weil sie sehr teuer sei. "Ich habe inzwischen gelernt, dass das von mir unglücklich und missverständlich formuliert war."

Die mediale Berichterstattung der vergangenen Tage habe ihn mitgenommen, sagte Garrett, der dem Bericht zufolge derzeit im Urlaub ist. "Ich muss die Berichte über mich verfolgen. Mir bleibt nichts anderes übrig. Leicht fällt mir das nicht. Geht mir nicht gut dabei." Er betonte: "Ich bin kein Verbrecher. Ich bin Musiker, ein sehr guter Musiker. Ich bin auch Mensch."

sms/dpa

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