Neun Tote in Dayton Angreifer von Ohio erschoss auch seine Schwester

Nur zwölf Stunden nach dem Massaker in El Paso hat es in den USA eine weitere Schusswaffen-Attacke gegeben. Nun werden Details zum Täter bekannt.

Schuhe am abgesperrten Tatort in Dayton
TOM RUSSO/EPA-EFE/REX

Schuhe am abgesperrten Tatort in Dayton


Nach der Gewalttat in Dayton im US-Bundesstaat Ohio gibt es neue Erkenntnisse über den Tathergang und den Täter. Wie US-Medien berichten, war die 22-jährige Schwester des Schützen unter den Todesopfern.

Der Angriff hatte sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag Ortszeit in einem Ausgehviertel von Dayton ereignet. Er hat offensichtlich nichts mit der Attacke in El Paso zwölf Stunden zuvor zu tun.

Der inzwischen als Connor B. identifizierte Täter tötete insgesamt neun Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Der 24-Jährige verletzte laut "Washington Post" zudem 27 weitere Menschen.

Ein Motiv ist laut Polizei nicht klar erkennbar. Von den neun Menschen, die der Mann getötet habe - vier Frauen und fünf Männer - seien sechs Afroamerikaner. Allerdings sei der Täter wohl wahllos vorgegangen. "Es ist innerhalb einer sehr kurzen Zeit passiert."

Die Bürgermeisterin von Dayton, Nan Whaley, erklärte, eine Polizeistreife habe den Täter innerhalb von weniger als einer Minute nach dem Beginn des Angriffs ausgeschaltet. Dies habe möglicherweise Hunderten Menschen das Leben gerettet.

Der Polizei zufolge soll der Angreifer eine schusssichere Weste und Reservemagazine getragen haben, was darauf hinweist, dass er seine Attacke geplant hatte.

Anders als in Dayton gehen die Ermittler bei dem Angriff in El Paso von inländischem Terrorismus aus. Auch das US-Justizministerium erwägt, den Anschlag von El Paso als Hassverbrechen einzustufen - damit würde dem Attentäter die Todesstrafe drohen.

kry/AFP/Reuters



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