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Rekonstruktion des größten DDR-Kunstraubs Wie Lokführer Rudi an die alten Meister kam

Nach 40 Jahren tauchten fünf wertvolle Gemälde wieder auf, die aus Schloss Friedenstein in Gotha gestohlen worden waren. Nun scheint klar zu sein, wer der Täter war und wie der abenteuerliche Einbruch ablief.
aus DER SPIEGEL 36/2020
Stasiopfer Bernhardt 1985

Stasiopfer Bernhardt 1985

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Polizei

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Am 6. Dezember 2019, morgens gegen halb neun, klopft die Direktorin an der Klassentür. Ob Katharina, die Lehrerin, mal rauskommen könne, bittet sie. Vor der Grundschule steht ein Streifenwagen, der sie nach Hause bringen soll. Dort wartet seit einer halben Stunde die Kripo mit einem Durchsuchungsbefehl. "Stellen Sie sich das mal vor", sagt Katharina später, als sie davon erzählt. "Eine Lehrerin, die aus dem Unterricht von der Polizei abgeholt wird."

Kriminalhauptkommissar René Allonge, der Chefkunstfahnder des Berliner Landeskriminalamts, will an diesem Nikolaustag 2019 mit Katharina auch über ihren Bruder sprechen, es geht um einen spektakulären Kriminalfall, den größen Kunstraub in der Geschichte der DDR.

In der Nacht auf den 14. Dezember 1979 wurden aus Schloss Friedenstein in Gotha fünf alte Meister gestohlen, darunter die "Heilige Katharina" von Hans Holbein dem Älteren und das "Brustbild eines unbekannten Herrn" des niederländischen Meisters Frans Hals. Auch nach vier Jahrzehnten fehlte von Bildern und Tätern jede Spur. Erst am Mittag des 30. September 2019 war Bewegung in den Fall gekommen.

Ein Observationsteam der Polizei beobachtete an diesem Herbsttag, wie vor dem Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen in Berlin ein unbekannter Mann fünf in Noppenfolie verpackte Gegenstände aus einem Mercedes-Benz Vito holte. Eine Sensation. Es waren die Bilder aus Gotha. Nach 40 Jahren waren sie wieder aufgetaucht.

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Ein dubioser Anwalt aus Süddeutschland hatte den Deal in monatelangen Geheimverhandlungen mit Knut Kreuch, dem Oberbürgermeister von Gotha, eingefädelt. Der Anwalt vertrat eine anonyme Erbengemeinschaft, die angeblich legal an die Bilder gekommen war und sie nun an die Stadt Gotha zurückgeben wollte – für 5,25 Millionen Euro .

Als Kommissar Allonge am Nikolaustag morgens um acht bei Katharina klingelt, sucht er Antworten auf mehrere Fragen: Wer steckt hinter der anonymen Erbengemeinschaft? Wie ist sie an die Bilder gekommen? Und vor allem: Gibt es eine Spur zu den Tätern?

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