Revolte Ein Toter bei Gefängnisaufstand in Delaware

Sie forderten bessere Haftbedingungen und nahmen Justizmitarbeiter als Geiseln: Im US-Bundesstaat Delaware haben Häftlinge einen Aufstand angezettelt. Als Motiv nannten sie auch die Politik von Donald Trump.

Ambulanz am Gefängnis in Smyrna, Delaware
AP/The Wilmington News-Journal

Ambulanz am Gefängnis in Smyrna, Delaware


Bei einem Aufstand in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Delaware ist ein Justizmitarbeiter getötet worden. Die Polizei stürmte das Gebäude in Smyrna am Donnerstagmorgen (Ortszeit) und befreite eine Angestellte, die als Geisel genommen worden war. Für den Wärter kam jede Hilfe zu spät. Wie er starb, ist noch unklar.

Der Aufstand hatte am Mittwoch begonnen. Laut einem Polizeisprecher brachten einige Häftlinge andere Insassen sowie vier Gefängnismitarbeiter in ihre Gewalt, Behördenangaben zufolge mit nicht näher beschriebenen "scharfen Gegenständen". Die Geiselnehmer ließen zwei Bedienstete und mehrere Insassen im Laufe der Nacht frei.

Via Rundfunk forderten die Täter fairere Haftbedingungen, Bildung für Insassen und das Ende von Willkür gegen Häftlinge. Ein Grund für die Geiselnahme sei auch die Präsidentschaft von Donald Trump, während der sich die Bedingungen vermutlich weiter verschlechtern würden. In dem Gefängnis sitzen rund 2500 Häftlinge ein, darunter etwa ein Dutzend Männer, die zum Tode verurteilt sind.

Der demokratische Gouverneur John Carney kündigte an, man werde die Täter zur Verantwortung ziehen und alles tun, damit sich so ein Vorfall nicht wiederhole.

hut/dpa/AP



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