Der Fall Diana Ex-Geheimdienstchef muss aussagen

Die Gerüchte über einen Mordkomplott im Auftrag des Königshauses kursieren schon lange. Nun muss der ehemalige Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes vor Gericht als Zeuge zum Tod von Diana aussagen. Die Kosten des Verfahrens steigen indes auf knapp drei Millionen Euro.


London - Es ist das erste Mal in der neueren Geschichte Großbritanniens, dass ein oberster Geheimdienstler vor Gericht angehört wird. Am Mittwoch kommender Woche werde Richard Dearlove vor den High Court in London treten, teilte der Geheimdienst MI 6 über das Außenministerium mit.

Initiator der Untersuchung: Kaufhausmillionär Mohamed Al-Fayed, der seit dem Unfalltod seines Sohnes Dodi und dessen Freundin Diana im August 1997 behauptet, das Paar sei im Auftrag des britischen Königshauses ermordet worden.

Richard Dearlove war bis 2004 Chef des Auslandsgeheimdienstes. Man begrüße es, dass er nun "die Möglichkeit bekomme, die Vorwürfe gegen den Sicherheitsdienst zu widerlegen", hieß es in der Mitteilung des MI 6.

Nach etlichen Aussagen von Bediensteten, Experten, Bekannten der Prinzessin, in Paris und London, stiegen die Kosten für die Untersuchung nach offiziellen Angaben bislang auf fast drei Millionen Euro. Nicht enthalten seien allerdings die Ausgaben von Mohamed Al-Fayeds eigenen Anwaltsteams.

dek/dpa/AP



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