Dominikanische Republik Deutscher bei Schusswechsel mit Polizei getötet

Etwa eine Stunde soll die Schießerei mit der Polizei in der Dominikanischen Republik gedauert haben, am Ende war ein Mann aus Deutschland tot. Videoaufnahmen zeigen ihn in kugelsicherer Weste und einer Lache aus Blut. Zwei weitere Deutsche wurden festgenommen, darunter offenbar ein Sektenführer.


Santo Domingo - Ein Deutscher ist bei einem Schusswechsel mit der Polizei in der Dominikanischen Republik getötet worden. Videoaufnahmen zeigen Peter D. in einer Blutlache und mit kugelsicherer Weste, neben ihm lag ein großkalibriges Gewehr. Bei dem Vorfall in der Touristenstadt Sosúa wurden zudem mindestens drei Beamte verletzt, wie ein Sprecher der dominikanischen Polizei mitteilte. Die Polizisten wollten einen Durchsuchungsbefehl wegen des Verdachts auf illegalen Waffenbesitzes vollstrecken.

Eine deutsche Frau wurde vor laufender Kamera abgeführt, sie trug ebenfalls eine schusssichere Weste. Bei dem etwa einstündigen Schusswechsel wurde zudem ein weiterer Deutscher verletzt und anschließend festgenommen. Es soll sich um den 61-jährigen Peter B. aus Meisenheim in Rheinland-Pfalz handeln, der seit mehreren Jahren in der Dominikanischen Republik lebt. Medienberichten zufolge ist er als Sektenführer bekannt.

B. soll unter anderem spirituellen Seminare der Gruppe "Academy for future health" geleitet haben. Diese stellte ihrer Homepage zufolge im Mai 2012 offenbar ihre Arbeit ein. "Unser Werk ist getan, nun darf jeder ernten, was er im Leben gesät hat", heißt es dort. Die Gruppe verbreitete unter anderem Verschwörungstheorien und sah offenbar eine "Vervollkommnung" der Erde nahen, wie aus der Webseite hervorgeht: "Viele Regierungen haben zugegeben, daß es UFOs gibt und daß sie selbst seit Jahrzehnten mit Außerirdischen in Kontakt stehen. Es ist klar, daß die kontrollierten Massenmedien dies nicht veröffentlichen ... Doch niemand muß uns glauben, man muß nur warten. (... und das gar nicht mehr lang.)"

In dem Haus des 61-jährigen B., etwa 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santo Domingo, wurden zahlreiche Waffen gefunden, wie die Zeitung "El Nuevo Herald" berichtet. Die genauen Hintergründe des Vorfalls sind bisher unklar.

aar/dpa/dapd

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smokeonit 18.10.2012
1. ...
illegaler waffenbesitz, in der dominikanischen republik, lmao... jeder der es sich leisten kann hat dort eine waffe... und dann noch in sosua... weit weg von santiago und noch weiter weg von santo domingo...
Mahatschmanladen 18.10.2012
2. also ich bin gespannt
Eine gewalttätige Gruppe (von 60-jährigen), die in Europa aktiv sein soll und in der DomRep gepanzerte Fahrzeuge und Waffen besitzt?! Das riecht nach allem Möglichen, aber nicht nach der Wahrheit...
Mahatschmanladen 18.10.2012
3.
Ha! Liebe Redaktion, man sollte vielleicht noch erwähnen, dass dieser Peter B. ein Sektenführer war/ist...dann klärt sich Einiges.
armyoffools 18.10.2012
4. optional
Ob es für die Prsse ebenso frustrierend ist so selten alle Fakten zu kennen?
Oberleerer 18.10.2012
5.
Zitat von sysopEtwa eine Stunde soll die Schießerei mit der Polizei in der Dominikanischen Republik gedauert haben, am Ende war ein Mann aus Deutschland tot. Videoaufnahmen zeigen ihn in kugelsicherer Weste und einer Lache aus Blut. Zwei weitere Deutsche wurden festgenommen. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/dominikanische-republik-deutscher-stirbt-bei-schiesserei-mit-polizei-a-861914.html
Was soll das wieder für eine Stichelei sein? Interessant wäre es, wenn es sich um .177rem handeln würde, die Schutzwesten durchschlagen kann. Dann hätte man einen Bezug zu Behörden herstellen können. Aber so unzusammenhanglos "großkalibriges Gewehr" einzustreuen bedeutet wohl eher, die waren auf einer Treibjagd und die Schußwesten dienten schlicht dem Unfallschutz. Aber mit was bitte hätte man sich sonst eine stundenlange Schießerei liefern sollen, als mit einem Gewehr?
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