Doppelmord von Krailling DNA-Spuren belasten Onkel der Opfer

Die Hinweise verdichten sich: Zwei DNA-Gutachten erhärten den Verdacht gegen den Onkel der beiden in Krailling getöteten Mädchen. Das mögliche Motiv des Mannes gibt den Ermittlern aber noch immer Rätsel auf.

Tatort in Krailling: Dringenden Tatverdacht "deutlich erhärtet"
dapd

Tatort in Krailling: Dringenden Tatverdacht "deutlich erhärtet"


München - Drei Wochen nach dem Doppelmord von Krailling haben neue DNA-Spuren den Verdacht gegen den Onkel der zwei getöteten Mädchen bestätigt. An mehreren Stellen sei Erbsubstanz des Mannes nachgewiesen worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München. Zwei am Donnerstag und Freitag vorgelegte Teilgutachten hätten damit den von der Staatsanwaltschaft angenommenen dringenden Tatverdacht "deutlich erhärtet".

Die Art der DNA-Spuren spricht laut Staatsanwaltschaft auch gegen eine Erklärung des Onkels. Dieser will das Blut zwei Wochen vor der Tat verloren haben, als er an Nasenbluten litt. Laut den Behörden sind die Spuren jedoch "tatrelevant", also frischer.

Die elfjährige Sharon und die achtjährige Chiara waren vor drei Wochen getötet worden. Ihre Mutter fand sie nachts bei ihrer Rückkehr von der Arbeit blutüberströmt mit einer Reihe tödlicher Verletzungen auf. Diese wurden den Kindern vermutlich durch ein Messer und eine Hantelstange zugefügt.

Noch immer rätseln die Ermittler über ein mögliches Motiv des Mannes. Berichte, wonach es in der Familie einen Erbstreit gab, werden laut Staatsanwaltschaft weiter geprüft.

dab/AFP/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.