Dorsten Ehemann ersticht Frau in Fußgängerzone

Er tötete seine Frau vor den Augen des gemeinsamen Sohnes: In der Fußgängerzone von Dorsten hat ein 29-Jähriger seine 27 Jahre alte Ehefrau erstochen. Dann stellte er sich der Polizei.

Dorsten/Recklinghausen - Grausame Bluttat in Nordrhein-Westfalen: In der Fußgängerzone von Dorsten, Kreis Recklinghausen, hat ein 29-Jähriger seine Frau mit einem Messer getötet. Der Bochumer stach am Dienstagnachmittag bei einem Streit vor der Filiale eines Supermarktes mehrfach auf die seit Anfang des Jahres von ihm getrennt lebende Frau ein.

Todesursache ist nach den Ergebnissen der Obduktion eine Schnittverletzung am Hals, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten. Hintergrund der Tat sei die Trennung des Paares, erklärten die Ermittler. Fatma N. habe seither im Dorstener Frauenhaus gelebt, berichten lokale Medien.

Augenzeugen erklärten Medienberichten zufolge, der Mann habe den Kopf der Frau an den Haaren nach hinten gerissen und ihr das Messer in die Kehle gestoßen. Danach flüchtete der 29-Jährige zunächst zu Fuß, meldete sich aber wenig später bei der Polizei und ließ sich widerstandslos in der Nähe einer Tankstelle festnehmen.

Er räumte die Tat grundsätzlich ein, erklärte aber, er könne sich nicht an Einzelheiten erinnern. Die Suche nach dem Messer blieb bisher erfolglos.

Die Tat musste außer dem Sohn auch ein zufällig anwesender 13 Jahre alter Junge mit ansehen. Beide sowie die sechs Jahre alte Tochter des Paares werden psychologisch betreut.

Fatma N. hatte gemeinsam mit ihrem Sohn einen Friseursalon besucht, bevor ihr Mann ihr auflauerte.

Nach Informationen der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" ist das Opfer deutsche Staatsbürgerin mit türkischer Abstammung. Der Mann besitzt demnach die türkische Staatsangehörigkeit. Beide lebten vor der Trennung gemeinsam in Bochum.

han/dpa/AP
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