Prozess in Dortmund 22-Jähriger wegen Astwurf auf Autobahn zu sieben Jahren Haft verurteilt

Aus Frust soll ein Mann einen Ast von einer Brücke auf die A45 geworfen haben. Nun wurde er wegen versuchten Mordes verurteilt. Der 22-Jährige gab an, sich nicht an die Tat erinnern zu können.


Das Landgericht Dortmund hat einen 22-Jährigen zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er einen Ast auf die Autobahn 45 geworfen hatte. Der Mann wurde des versuchten Mordes schuldig gesprochen.

Für das Gericht steht fest, dass der Täter im Sommer 2018 aus Frust einen 2,6 Meter langen und zehn Kilo schweren Ast von einer Brücke auf die Fahrbahn geschleudert hat. Zuvor war der junge Mann aus einem Linienbus geworfen worden, weil er während der Fahrt Alkohol getrunken hatte. Der Ast war auf die Motorhaube eines Autos geprallt. Die Fahrerin hatte einen Schock erlitten.

Der Angeklagte gab im Prozess an, sich an nichts erinnern zu können, weil er zu betrunken gewesen sei. Das beurteilte das Gericht als Schutzbehauptung. "So lange Erinnerungslücken sind absolut unglaubhaft", sagte der Richter bei der Urteilsverkündung. Der Angeklagte wisse genau, was passiert sei. Überführt worden war der 22-Jährige durch DNA-Spuren am Ast.

bbr/dpa

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