Dortmund Mann hortete offenbar Waffen - Polizei führt zwei Sprengungen durch

In Dortmund hat ein 68-Jähriger offenbar Waffen und kiloweise TNT gebunkert. Die Polizei durchsuchte tagelang seine Wohnung - und ließ unter anderem eine Mine und Sprengstoff kontrolliert explodieren.
Feuerwehrfahrzeuge stehen vor dem Haus in Dortmund: Die Ermittlungen begannen mit dem Hinweis auf eine Waffe

Feuerwehrfahrzeuge stehen vor dem Haus in Dortmund: Die Ermittlungen begannen mit dem Hinweis auf eine Waffe

Foto: Fabian Strauch / dpa

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Dortmund sind Ermittler auf ein Waffenlager eines Mannes gestoßen. "Wir sind überrascht worden von der Menge der Dinge, die wir da gefunden haben", sagte eine Polizeisprecherin.

Die Ermittlungen begannen mit einem Hinweis auf eine Waffe, die der 68-Jährige einem anderen übergeben habe. Das Amtsgericht erließ einen Durchsuchungsbeschluss - und die Polizei stieß am Mittwoch in den Räumen des Mannes auf Waffen, Waffenteile, verdächtige chemische Substanzen und eine Mine.

Auf einem Feld gesprengt

Diese war in der Nacht zu Donnerstag auf einem Feld kontrolliert gesprengt worden, teilte die Polizei mit. Dann stießen die Spezialisten von Feuerwehr und Landeskriminalamt auf mehrere Kilogramm hochexplosiven TNT-Sprengstoff, der ebenfalls unschädlich gemacht worden sei. Wo diese kontrollierten Sprengungen vorgenommen wurden, sagte die Sprecherin nicht. "Wir wollen keine Schaulustigen anlocken und niemanden gefährden."

Zur Person des 68-Jährigen machten Polizei und Staatsanwaltschaft keine Angaben. Warum er die Waffen sammelte, könne man noch nicht sagen. Gegen den Verdächtigen wird nach bisherigem Stand wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt.

jpz/dpa
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