Humboldtpinguin Nächster rätselhafter Todesfall im Dortmunder Zoo

Die Serie mysteriöser Fälle im Dortmunder Zoo geht weiter: Nach dem Tod der Seelöwin Holly ist nun ein Pinguin unter ungeklärten Umständen gestorben. Zudem sind zwei Tiere verschwunden.

DPA

Was ist da los im Dortmunder Zoo? Erneut ist dort ein Tier verendet. Erneut sind die Umstände merkwürdig. Drei Wochen nach dem Tod der Seelöwin Holly meldet der Tierpark wieder einen rätselhaften Fall. Nach Angaben der Stadt wurde ein junger Humboldtpinguin außerhalb seines Geheges tot aufgefunden, mit Verletzungen.

"Das trifft uns ins Herz", sagte Zoodirektor Frank Brandstätter. Besonders die Pfleger, die das Tier in den vergangenen zwölf Monaten betreut haben, seien traurig. Außer dem toten Pinguin sind zwei Tiere verschwunden. Das Trio galt als großer Nachzuchterfolg für den Zoo mit jetzt noch 13 Humboldtpinguinen.

"Wir können uns das Ganze nicht erklären, es ist für uns nicht nachvollziehbar", sagte Brandstätter. Welche Verletzungen zum Tod des Pinguins geführt haben, konnte der Zoodirektor noch nicht sagen. Er verwies auf eine geplante Untersuchung des Kadavers. Die Polizei hat erneut die Ermittlungen aufgenommen.

Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen

Anfang November war Seelöwin Holly unter bislang ungeklärten Umständen gestorben. Der Zoo hat den Verdacht, dass das 21 Jahre alte Tier von einem Eindringling erschlagen wurde. Nach Polizeiermittlungen erhärtete sich dieser Verdacht aber nicht. Der Zoo dagegen schließt einen Unfall weiterhin aus.

Der Verdacht nach der Obduktion: Unbekannte sollen der Seelöwin nachts den Schädel zertrümmert und drei Zähne ausgeschlagen haben. Eine Tierärztin hatte eine Gewalteinwirkung auf den Schädel festgestellt und einen stressbedingten Tod durch Misshandlungen als Möglichkeit angegeben. Die Polizei schloss allerdings anhand der Spurenlage rund um das Gehege einen Eindringling aus.

Im August waren drei Zwergseidenäffchen und zwei Zwergagutis aus dem Zoo gestohlen worden. Brandstätter kündigte nun an, die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Zoo weiter zu verstärken. Erste Maßnahmen seien bereits umgesetzt worden. Ein Sicherheitsdienst sei rund um die Uhr im Einsatz.

wit/dpa



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