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17. Januar 2018, 13:51 Uhr

Dresden

Bundesanwaltschaft sieht "Gruppe Freital" als terroristische Vereinigung

Die rechtsextreme "Gruppe Freital" hat es laut Bundesanwaltschaft in Kauf genommen, Menschen zu töten. Deshalb plädiert sie darauf, die Angeklagten wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung zu verurteilen.

Die Bundesanwaltschaft hat im Prozess gegen die rechtsextreme "Gruppe Freital" auf eine Verurteilung der acht Angeklagten wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung plädiert. Die sieben Männer und eine Frau im Alter zwischen 20 und 40 Jahren hätten bei den ihnen vorgeworfenen Sprengstoffanschlägen auch die Tötung von Menschen in Kauf genommen, sagte Oberstaatsanwalt Jörn Hauschild vor dem Oberlandesgericht Dresden.

Die Angeklagten Timo S. und Patrick F. hätten als Rädelsführer fungiert. Der Gruppe sei es darauf angekommen, "ein Klima der Angst zu schaffen", sagte Hauschild. Ausländern und politischen Gegnern hätten die Mitglieder "das Recht abgesprochen, in Frieden zu leben". Den Taten habe eine fremdenfeindliche, rechtsextreme und zum Teil nationalsozialistische Ideologie zugrunde gelegen. Insofern handele es sich um Angriffe "gleichsam auf das demokratische Grundprinzip".

Die Gruppe wird für fünf Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und politische Gegner im Jahr 2015 in Freital und Dresden verantwortlich gemacht. Der Prozess läuft seit März vergangenen Jahres und findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen in einem extra dafür eingerichteten Verhandlungssaal statt.

bbr/dpa

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