Einbruch ins Grüne Gewölbe Polizei nimmt siebten Verdächtigen bei Prozess in Dresden fest

Er soll bei der Planung und der Durchführung geholfen haben: Im Fall des Einbruchs ins Grüne Gewölbe hat die Polizei einen weiteren Verdächtigen gefasst – am Gericht in Dresden.
Spurensicherung vor dem Grünen Gewölbe (November 2019): Weitere Festnahme

Spurensicherung vor dem Grünen Gewölbe (November 2019): Weitere Festnahme

Foto: Sebastian Kahnert / picture alliance/dpa

Die Dresdner Polizei hat nach eigenen Angaben  eine siebte dringend tatverdächtige Person festgenommen, die am Einbruch ins Grüne Gewölbe beteiligt gewesen sein soll.

Der 22 Jahre alte Jihad R. sei am Rande des Prozesses um den Juwelendiebstahl am Landgericht Dresden festgenommen worden. Dort sei er als Besucher anwesend gewesen. In Dresden stehen derzeit sechs Angeklagte vor Gericht, die für den Einbruch verantwortlich sein sollen.

Die Männer sollen bei dem Einbruch am 25. November 2019 Schmuckstücke im Wert von 113 Millionen Euro gestohlen haben. Die Ermittler sind überzeugt, dass das Verbrechen auf das Konto krimineller Mitglieder des Berliner Rammo-Clans geht.

Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft dem nun Festgenommenen unter anderem Beihilfe zum schweren Bandendiebstahl, Beihilfe zur besonders schweren Brandstiftung und Beihilfe zur Brandstiftung vor. R. soll den sechs Hauptbeschuldigten bei der Planung und Durchführung der Tat geholfen haben.

Wohnung durchsucht

Ermittler hätten nach der Festnahme das Fahrzeug sowie die Wohnung des Verdächtigen in Berlin-Kreuzberg durchsucht. Sie seien dabei von der Berliner Polizei unterstützt worden. Am Mittwoch soll R. dem Ermittlungsrichter in Dresden vorgeführt werden.

Anfang März hatte die Polizei die Fahndung nach einem weiteren Verdächtigen veröffentlicht: Damals hieß es, der Gesuchte sei am Vortag des Einbruchs längere Zeit und mehrfach im Juwelenzimmer gewesen. Sein Verhalten sei »auffallend« von dem eines durchschnittlichen Museumsbesuchers abgewichen. Womöglich habe der Mann die Räumlichkeiten ausgespäht und Informationen an die Diebe weitergereicht. Ob es sich bei Jihad R. um den Gesuchten handelt, ist nicht bekannt.

ptz/AFP