Dresden Nach gewaltsamen Attacken auf Geflüchtete – Haftstrafen für Rechtsextremisten

Vor fünf Jahren gingen Dutzende Männer bei einem Stadtfest in Dresden mit Gewalt auf Geflüchtete los. Nun wurden zwei Rechtsextremisten wegen des Angriffs zu Freiheitsstrafen verurteilt.
Das Landgericht Dresden hat die Täter zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt

Das Landgericht Dresden hat die Täter zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt

Foto: Arno Burgi/ dpa

Wegen der gewalttätigen Angriffe auf Geflüchtete beim Stadtfest 2016 hat das Landgericht Dresden zwei Rechtsextremisten zu Freiheitsstrafen verurteilt. Ein mehrfach vorbestrafter 31-Jähriger bekam am Freitag fünf Jahre und acht Monate, gegen einen 35-Jährigen verhängte die Strafkammer drei Jahre und acht Monate.

Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre sowie drei Jahre und drei Monate gefordert. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Angreifer gingen brutal auf Geflüchtete los

Nach Überzeugung der Richter gehörten die Angeklagten zu den rund 40 Männern, die in der Nacht zum 21. August 2016 gezielt Jagd auf Geflüchtete machten, teils vermummt wahllos Menschen aus Afghanistan, Iran und dem Irak schlugen oder traten sowie ausländerfeindliche Parolen riefen. Die Strafkammer attestierte den Angeklagten eine rechte Gesinnung und rechtsextremes Gedankengut.

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Die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert mangels eines Nachweises, dass ihre Mandanten dabei waren. Diese schwiegen in dem seit September 2019 laufenden Prozess – und verzichteten auch auf das »letzte Wort«.

mjm/dpa
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