"Kampf der Nibelungen" Gericht bestätigt Verbot von Neonazi-Kampfsportevent

Das Verwaltungsgericht in Dresden hat die Entscheidung der Stadt Ostritz bestätigt, eine rechte Kampfsportveranstaltung zu untersagen. Sie diene der "Vorbereitung eines politischen Kampfes".

Ein Mann in einem Gerichtssaal trägt eine Jacke mit dem Veranstaltungslogo
Thomas Frey/ DPA

Ein Mann in einem Gerichtssaal trägt eine Jacke mit dem Veranstaltungslogo


Das Verwaltungsgericht Dresden hat das Verbot der als Neonazi-Kampfsportevent eingestuften Veranstaltung "Kampf der Nibelungen" im sächsischen Ostritz bestätigt. Das teilte eine Gerichtssprecherin mit.

Der Veranstalter habe einen Eilantrag gegen das Verbot durch die Stadt Ostritz eingereicht, sagte die Sprecherin. Das Gericht habe diesen jedoch abgelehnt. Die Kampfsportveranstaltung "Kampf der Nibelungen" sollte am kommenden Samstag in Ostritz stattfinden.

Die Stadt hatte ihr Verbot am vergangenen Freitag damit begründet, dass von der Veranstaltung eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgehe. Die Veranstaltung habe keinen Sportcharakter, sondern diene der rechtsextremen Kampfertüchtigung und damit der "Vorbereitung eines politischen Kampfes".

Der "Kampf der Nibelungen" findet seit 2013 jährlich statt. Das Bundesinnenministerium hatte einem Zeitungsbericht zufolge zuletzt in seiner Antwort auf eine FDP-Anfrage die Einschätzung geäußert, die Veranstaltung stelle Kampfsportler als Vorbilder und Gegensatz zum "System der Heuchler, Versager und Schwächlinge" dar und trage in seinem Selbstverständnis "antidemokratische Züge" (mehr über die Szene erfahren Sie hier).

Gegen den jetzigen Gerichtsbeschluss kann Beschwerde beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

muk/AFP



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