Auf dem Weg nach Europa Französische Marine stoppt Schiff mit über 4,6 Tonnen Kokain

In einer gemeinsamen Aktion von Europol und nationalen Behörden wurde ein Schiff aus Brasilien vor der Küste Afrikas festgesetzt. An Bord: Rauschgift im Wert von etwa 150 Millionen Euro.
Umschlagplatz Südamerika: Anti-Drogen-Polizisten neben Kokainpäckchen in Ecuador im April

Umschlagplatz Südamerika: Anti-Drogen-Polizisten neben Kokainpäckchen in Ecuador im April

Foto: MARCOS PIN / AFP

Ein Schiff aus Brasilien mit mehr als 4,6 Tonnen Kokain an Bord ist von der Marine Frankreichs im Atlantik gestoppt worden. Die Ladung hatte schätzungsweise einen Wert von 150 Millionen Euro, wie aus einer Mitteilung der Europäischen Polizeibehörde Europol  hervorging.

Demnach wurde das 21 Meter lange Schiff auf dem Weg nach Europa in internationalen Gewässern vor der Küste Sierra Leones am 30. November festgesetzt. An der gemeinsamen Aktion nahmen Europol, das Maritime Analyse- und Einsatzzentrum für Drogen sowie Behörden Brasiliens, Frankreichs, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten teil.

Ermittlungen zu den beteiligten kriminellen Banden auf beiden Seiten des Atlantischen Ozeans seien im Gange, hieß es in der Mitteilung.

Die südamerikanischen Länder Kolumbien, Peru und Bolivien gehören zu den weltgrößten Produzenten von Kokain, das aus der Kokapflanze hergestellt wird. Verbrecherorganisationen in Brasilien kontrollieren den Rauschgiftmarkt im größten Land in Lateinamerika sowie den Export von Brasilien nach Europa.

Ein großer Teil des Kokains wird in die USA geschmuggelt. Auch in Deutschland und den Niederlanden gab es in den vergangenen Jahren Rekord-Beschlagnahmungen. Europa hat sich zuletzt zu einer Drehscheibe für den Kokainhandel entwickelt. Für Asien, den Nahen Osten und Australien bestimmtes Rauschgift wird ebenfalls oftmals zunächst nach Europa verschifft, weil Container von dort auf der weiteren Reise weniger stark kontrolliert werden.

aeh/dpa
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