Drogenhandel Dealer pappen Winehouse-Bild auf Kokspäckchen

In Rio de Janeiro versuchen Dealer, den Drogenverkauf mit einer besonders geschmacklosen Methode anzukurbeln: Sie kleben Bilder der verstorbenen Amy Winehouse auf Kokain-Tütchen. Den Namen der Sängerin schrieben sie auch noch falsch.

Winehouse-Foto auf Drogenpäckchen: "Amy House"
REUTERS/ Agencia O Globo

Winehouse-Foto auf Drogenpäckchen: "Amy House"


Rio de Janeiro - Die Plastiktütchen werden nach Angaben der Polizei für 10 bis 25 Reais (vier bis elf Euro) in Rio de Janeiro verkauft: Um den Drogenhandel anzukurbeln, schmückt eine Bande brasilianischer Dealer ihre Kokain-Tütchen mit Bildern der verstorbenen britischen Soulsängerin Amy Winehouse.

"Es gibt so viele Informationen in den Medien darüber, dass Winehouse Drogen genommen hat, das haben die Drogenhändler ausgenutzt", sagte Polizeioffizier Glaucio Moreira nach einer Razzia im Armenviertel Manginhos. Der Name der Sängerin ist auf den Fotos allerdings falsch geschrieben: "Amy House" ist dort zu lesen.

Winehouse wurde am 23. Juli im Alter von 27 Jahren tot in ihrem Wohnhaus im Londoner Stadtteil Camden gefunden. Die fünffache Grammy-Gewinnerin hatte seit langem mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen. Die Todesursache wird vermutlich erst in einigen Wochen feststehen, wenn das Ergebnis von toxikologischen Untersuchungen vorliegt.

Bei der Razzia fand die brasilianische Polizei auch Drogenpakete mit Bildern des Anfang Mai getöteten Qaida-Chefs Osama bin Laden.

hut/AFP



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