Kartell Los Zetas Marine nimmt mexikanischen Drogenboss fest

Mexikanische Streitkräfte haben ein führendes Mitglied des Drogenkartells Los Zetas festgenommen. Alfonso Zamudio Quijada soll sich um die Finanzen der Organisation gekümmert haben. Bei seiner Festnahme trug Hunderttausende Dollar, einen falschen Führerschein und 500 Päckchen Kokain bei sich.


Mexiko-Stadt - Die Marineinfanteristen schlugen in der nordmexikanischen Stadt Monclova zu: Dort nahmen sie Alfonso Zamudio Quijada fest, ein führendes Mitglied des Drogenkartells Los Zetas. Das Innenministerium bestätigte die Festnahme.

Der Verdächtige habe ein Sturmgewehr, zwei Magazine und 300.000 US-Dollar in bar bei sich getragen. Zudem fanden die Sicherheitskräfte bei dem Mann einen falschen Führerschein und 500 Päckchen mit Kokain. In der Vernehmung habe er eingeräumt, dass er für die Finanzen des Kartells verantwortlich sei.

Die Zetas rekrutieren ihre Mitglieder vor allem unter ehemaligen Angehörigen militärischer Spezialeinheiten und gelten als besonders brutal. Nach einem Bericht des privaten Sicherheits- und Analyseunternehmens Stratfor kämpft die Gruppe derzeit vor allem im Norden Mexikos mit konkurrierenden Kartellen um die Vorherrschaft.

aar/dpa



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raber 10.05.2013
1. Eine unendliche Geschichte. Grosse Fische werden nicht gefasst
sobald einer festgenommen wird, freut sich ein anderer. Solange Nachfrage herrscht, wird es auch Anbieter und Lieferanten geben. So ist das Problem nicht zu loesen. Es ist auch verstaendlich wenn man sieht wieviel Gelder diese Drogenbarone einsetzen und wie wenig z.B. ein Polizist in Mexiko verdient und wie korrupt das gesamte Polizei- und Justiz-System dort ist. Das ganz grosse Geld wird allerdings in den grossen Abnehmerlaendern gemacht und da wundert es mich schon wie wenige grosse Fische an US-Amerikanern und Europaeern gefasst werden. Wie ist dem denn so?
++arthur 13.05.2013
2.
so lange im war on drug die "richtigen" profitieren wie korrupte politiker, waffenhändler & hersteller, drogenbarone und kartelle wird sich nichts ändern! eine multimilliarden-dollar industrie! steuerfrei und keiner reglementierung unterworfen! billionen werden in das system gepumpt seit jahrzehnten.... für eine vernünftige drogenpolitik ist dann natürlich kein geld mehr da!
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