Drogenkrieg in Mexiko Killerkommando erschießt 18 Menschen

Sie feierten eine fröhliche Party - und wurden Opfer des mexikanischen Drogenkriegs: Ein bewaffnetes Killerkommando hat in der Stadt Torreón 18 Menschen getötet. Bereits im Januar hatte es ein ähnlich dramatisches Blutbad in Ciudad Juarez gegeben.

Torreón - Tragischer Ausgang einer fröhlichen Party: Im Norden Mexikos hat ein bewaffnetes Kommando ein Fest überfallen und 18 Menschen erschossen. Die Getöteten, unter ihnen sechs Frauen, waren 17 bis 38 Jahre alt. 18 weitere Gäste wurden bei dem Überfall in Torreón verletzt. Der Anschlag trage die Handschrift der Drogenkartelle, sagte die Polizei.

Die schwer bewaffneten Täter stürmten die Party am Stadtrand von Torreón und riefen nach Angaben der Polizei "Tötet sie alle!" Anschließend hätten sie wahllos in die Menge geschossen. Die Ermittler fanden am Tatort mehr als 200 Patronenhülsen. Torreón liegt im mexikanischen Bundesstaat Coahuila, der an Texas grenzt.

Der Überfall in Torreón erinnerte an eine ähnliche Gewalttat Anfang des Jahres in der Stadt Ciudad Juarez. Dort hatten vom Juarez-Kartell angeheuerte Killer eine Party von Schülern und Studenten angegriffen und 15 Gäste getötet. Ein festgenommener Verdächtiger hatte damals ausgesagt, die Täter hätten die Schüler für Mitglieder einer rivalisierenden Drogenbande gehalten.

Die Behörden bringen in diesem Jahr bereits 7000 Todesfälle mit dem Drogenkrieg in Verbindung. In Mexiko tobt seit Jahren ein Kampf zwischen den Kartellen um Versorgungsrouten in die USA. Die Regierung hat 50.000 Soldaten abgestellt, ohne bisher einen durchschlagenden Erfolg zu erzielen.

fro/AFP
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