Nordrhein-Westfalen Tierschützer blockieren Schlachthof in Düren

Aktivisten versperrten die Zufahrt, der Betrieb musste vorübergehend eingestellt werden: Autonome Tierschützer haben im rheinischen Düren einen Schlachthof besetzt.

Vermummte auf dem Dach des Schlachthofs
Ralf Roeger/ DPA

Vermummte auf dem Dach des Schlachthofs


Tierrechtsaktivisten haben in Düren bei Aachen einen Schlachthof besetzt und damit einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Etwa 30 Aktivisten seien beteiligt gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Nach mehr als 14 Stunden beendete die Polizei die Besetzung.

Fünf Aktivistinnen wurden demnach in Gewahrsam genommen. Die Besetzung begann laut Polizei in der Nacht. Zehn bis zwölf Aktivisten hätten die Zufahrt blockiert. Zudem befanden sich laut Polizei auch Menschen auf dem Dach. Ein Teil der Besetzer auf dem Gebäude habe sich angekettet. Der Schlachthofbetrieb sei vorübergehend eingestellt worden.

Aktion gegen das "massenhaften Töten von fühlenden Wesen"

Gegen mehrere Personen wurde Anzeige wegen Landfriedensbruchs erstattet. Die Polizei versucht nach eigenen Angaben, mit den verbliebenen Besetzern Kontakt aufzunehmen. "Das Ziel der Einsatzkräfte vor Ort ist es, die Personen dazu zu bewegen, das Gelände friedlich und freiwillig zu verlassen", hieß es in einer Polizeimitteilung. Ein Hubwagen stand bereit.

In einem mutmaßlich von Aktivisten verfassten Schreiben hieß es, die "autonome Gruppe" wende sich mit der Aktion gegen das "massenhafte Töten von fühlenden Wesen". Die Fleischindustrie sei auch ökologisch nicht tragbar. Der Massenkonsum tierischer Produkte trage erheblich zur Klimakrise bei und verbrauche Unmengen an Wasser und Energie.

Zu lesen war das Schreiben auf der Homepage der Besetzer im Hambacher Forst, "Hambi bleibt". Im bei Köln gelegenen Hambacher Forst wehren sich Aktivisten gegen den Braunkohletagebau und gegen die dafür vorgesehene Rodung des Waldes.

apr/dpa

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