Bis zu 400 Personen beteiligt Polizei löst Massenstreit in Düsseldorfer Rheinbad auf

In einem Düsseldorfer Freibad ist ein Streit eskaliert: Nach einer verbalen Auseinandersetzung sollen einem 53-Jährigen bis zu 400 Personen gegenübergestanden haben. Polizisten mussten die Situation beruhigen.

Blick auf das Düsseldorfer Rheinbad
Rolf Vennenbernd/ DPA

Blick auf das Düsseldorfer Rheinbad


In einem Düsseldorfer Freibad ist es zu einem Streit mit mehreren Hundert beteiligten Badegästen gekommen. Die Polizei rückte mit Dutzenden Beamten an und versuchte zu schlichten. Der Betreiber des Bades entschloss sich am Samstagabend zu einer vorzeitigen Schließung. Zu körperlichen Auseinandersetzungen sei es nicht gekommen, sagte ein Polizeisprecher.

Die "Rheinische Post" hatte zunächst berichtet, dass sich ein 53-Jähriger von einer kleineren Gruppe Jugendlicher belästigt gefühlt hatte. Anschließend entwickelte sich ein Streit. Mehrere Personen solidarisierten sich mit der anfangs kleinen Gruppe. Laut Polizei sollen dem Mann bis zu 400 Personen gegenüber gestanden haben. Die Beamten, die nach ihrer Ankunft ebenfalls Ziel von Beleidigungen wurden, schafften es, den Mann mit seiner Familie sicher aus dem Freibad zu geleiten.

"Man ist dann letztendlich, zwar teilweise widerwillig, teilweise auch freiwillig, den Anweisungen der Polizei gefolgt und hat das Freibad verlassen." Die Gruppen hätten sich aufgelöst und verteilt. Lediglich eine Person wurde zwischenzeitlich festgenommen, am Samstagabend aber wieder freigelassen.

Immer wieder Übergriffe in deutschen Freibädern

Letztlich habe sich alles "in Wohlgefallen aufgelöst", sagte der Sprecher. Vielleicht sei die starke Erhitzung der Gemüter auf die ungewöhnlich hohen Temperaturen zurückzuführen.

Zuletzt ist es vermehrt zu Übergriffen in deutschen Freibädern gekommen. Auch deshalb hatte der Vorsitzende des Bundesverbandes deutscher Schwimmbäder, Peter Harzheim, vor einer zunehmenden Aggressivität gewarnt. "Die Stimmung in den Freibädern wird immer aggressiver", sagte Harzheim der "Rheinischen Post". Seit etwa 10 bis 15 Jahren werde es von Jahr zu Jahr schlimmer, habe er festgestellt. "Das ist eine erschreckende Entwicklung. Wir müssen da knallhart durchgreifen."

In Essen hatten Jugendliche zuletzt zwei Bademeister und ein Mädchen attackiert. In Bielefeld wurde ein 32-Jähriger von drei Männern verprügelt. Eine Frau wurde von der Gruppe beleidigt, als diese die Männer aufgefordert hatte, dies zu unterlassen.

bam/dpa



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