Falsche Angaben zu Angriff in Duisburg Hund beißt Zweijährigen - Tante erfindet unbekannten Halter

In Duisburg hat eine 42-Jährige offenbar versucht zu vertuschen, dass sie an einem Hundeangriff auf ihren Neffen beteiligt war. Die erfundene Geschichte führte zu Verdächtigungen Unschuldiger.

DPA / Patrick Seeger

Ein Hundeangriff auf einen Zweijährigen in Duisburg hat sich offenbar anders abgespielt als zunächst angenommen. Der Junge sei entgegen erster Angaben seiner Tante nicht in einem Park von dem Tier eines unbekannten Halters angefallen worden, teilte die Polizei mit. Vielmehr habe der Dobermann das Kind in der Wohnung der Tante gebissen.

Der Hundehalter ist der Behörde zufolge nicht unbekannt. Bei ihm handelt es sich um einen Bekannten der Tante. Das Tier befand sich demnach zur Pflege in der Wohnung der 42-Jährigen. Das Unglück geschah laut den Ermittlern in der Küche, als sie das Mittagessen vorbereitete und dabei Kind und Hund den Rücken zuwandte.

Der Junge wurde von dem Hund ins Gesicht gebissen und schwer verletzt. Die Tante brachte das Kind gemeinsam mit dessen Mutter ins Krankenhaus. Der Vater des Jungen rief anschließend die Polizei. Ihm und den Beamten erzählten die Frauen dann die erfundene Geschichte von dem unbekannten Hundehalter.

Daraufhin suchte die Polizei nach Zeugen des vermeintlichen Vorfalls im Park und dem angeblichen Halter des Hundes. In den sozialen Medien wurden Hundehalter aus der Nachbarschaft zu Unrecht verdächtigt, hieß es von der Polizei. Die Tante habe ihre falschen Angaben inzwischen eingeräumt.

Beide Frauen müssen nun mit einem Verfahren wegen Vortäuschens einer Straftat rechnen. Die 42-Jährige muss sich außerdem wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten.

bbr/AFP



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