Duisburg Polizei stoppt Hochzeitskorso - Bengalos beschlagnahmt

In den Autos der Teilnehmer fanden Beamte Fackeln und eine Schreckschusspistole: In Duisburg hat eine türkische Hochzeit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Nicht der einzige Fall dieser Art am Wochenende.


Erneut haben Polizisten Teilnehmer einer türkischen Hochzeit in deren Autos gestoppt. Zuvor war es in Duisburg zu Schüssen und dem Abfackeln sogenannter Bengalos gekommen.

Wie die Duisburger Polizei mitteilte, hatten Anwohner am Freitag gegen 16 Uhr den Notruf alarmiert, "weil aus einem Hochzeitskorso auf der Kulturstraße Schüsse abgefeuert und Bengalfackeln angezündet wurden". Streifenwagen stoppten die Verdächtigen wenige Hundert Meter entfernt.

Obwohl sich die Hochzeitsgäste zunächst ahnungslos gaben, führte ein 31-Jähriger die Polizisten nach angedrohter Durchsuchung zu einem Auto, in dem weitere Bengalos lagerten.

Erst am Samstag kam es zu einem vergleichbaren Fall

Außerdem gestand er, bereits mehrere Fackeln angezündet zu haben. Im Hosenbund eines 28-Jährigen fanden die Ordnungshüter eine Schreckschusspistole und in seiner Hosentasche Patronen. Die Polizei erstattete Anzeigen wegen Verstößen gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz.

Am Samstag hatte eine türkische Hochzeit in Ludwigsburg für einen Polizeieinsatz gesorgt. Zwischenzeitlich legte der Autokorso den Verkehr in der Innenstadt lahm. Mehrere Teilnehmer feuerten dabei mit Schreckschusswaffen aus den Autos heraus, wie die Polizei mitteilte.

Zuletzt häufen sich Meldungen zu Einsätzen bei Hochzeitsfeiern: Vor Kurzem hatten Hochzeitsgäste eine Autobahn bei Hagen blockiert. In Nordrhein-Westfalen rückte die Polizei in der letzten Juniwoche gleich 40 mal wegen ausufernder Hochzeitsfeiern aus. Und im Mai sorgte eine Hochzeitsgesellschaft auf der A3 mit Schüssen und riskanten Fahrmanövern für Aufregung.

bam/dpa

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