Hobbypartie in Duisburg Rote Karte im Pokalspiel - Spieler soll Schiedsrichter niedergeschlagen haben

Erst Schläge gegen den Kopf, dann ein Tritt in den Bauch: In Duisburg soll ein 26-Jähriger bei einem Fußballspiel den Unparteiischen attackiert haben. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.


Während eines Fußballspiels zwischen zwei Hobbymannschaften in Duisburg soll ein 26-Jähriger den Schiedsrichter attackiert haben. Der Sportler schlug dem Unparteiischen laut Polizei von hinten zweimal mit der Faust gegen den Kopf, nachdem dieser einem anderen Spieler zuvor die rote Karte gezeigt hatte.

Zu dem Übergriff sei es am Samstagabend bei einer Pokalpartie gekommen, teilten die Ermittler mit. Demzufolge trat der Angreifer dem Schiedsrichter nach den Schlägen noch in den Bauch. Das 36-jährige Opfer wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, der Angreifer muss sich laut Polizei in einem Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Erst vor Kurzem war es in Duisburg in der Kreisliga zu einem Gewaltausbruch auf dem Platz gekommen. Ein Spieler hatte den Schiedsrichter bei der Partie zwischen dem TuS Asterlagen aus Duisburg und dem Büdericher SV aus Wesel ins Gesicht geschlagen, nachdem der Unparteiische kurz nacheinander zwei Spieler von Asterlagen des Feldes verwiesen hatte.

Im Video: Auf unterstem Niveau - Gewalt im Amateurfußball

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Die Spruchkammer des Fußballkreises Moers verhängte daraufhin eine Sperre für fünfeinhalb Jahre für Tätigkeiten im Vereinssport, der Mann muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 150 Euro zahlen. Zudem darf er das Vereinsgelände ein Jahr lang nicht betreten.

Noch länger wurde ein Vereinsfunktionär von Asterlagen gesperrt: Er darf sieben Jahre lang keine Tätigkeiten übernehmen und die Anlage des TuS für eineinhalb Jahre nicht betreten. Der Funktionär hatte einen Schiedsrichterassistenten mit einem Tritt zu Boden gestreckt. Der TuS Asterlagen, der sich entschuldigt und von den Vorfällen distanziert hatte, wurde zudem mit einer Geldstrafe in Höhe von 750 Euro belegt.

mxw



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