Ruhrgebiet Polizei stoppt zwei mutmaßliche illegale Autorennen

Sie rasten durch die Städte und ließen die Motoren ihrer Wagen aufheulen: In Duisburg und Krefeld hat die Polizei vier Männer gestoppt, die sich mit ihren Autos Rennen geliefert haben sollen.


Erneut hat die Polizei im Ruhrgebiet zwei mutmaßliche illegale Autorennen gestoppt. Verletzte habe es in Duisburg und Krefeld nur mit viel Glück nicht gegeben, teilte die Polizei mit.

In Duisburg seien zwei junge Männer in der Nacht zum Mittwoch mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde durch die Stadt gerast und hätten immer wieder auf die Gegenfahrbahn gesteuert. Weil es in der Nacht sonst kaum Verkehr gab, sei das Rennen glimpflich ausgegangen. Schließlich konnte eine Streifenwagenbesatzung die beiden 22-Jährigen stoppen und ihnen die Führerscheine abnehmen.

In Krefeld fielen den Beamten fast zeitgleich zwei Männer auf, die mit laut aufheulenden Motoren nebeneinander an einer Ampel standen und plötzlich losrasten. Mit hoher Geschwindigkeit seien sie durch die Stadt gefahren, hätten dann aber an einer roten Ampel angehalten, teilten die Beamten mit.

Einen 18-Jährigen konnte die Polizei dort stoppen. Sein 20 Jahre alter mutmaßlicher Kontrahent flüchtete zunächst, wurde aber wenig später von einem anderen Einsatzwagen gestoppt. Gegen die vier Männer seien Strafverfahren eingeleitet worden.

Am Ostermontag war in Moers am Niederrhein eine unbeteiligte 43-jährige Frau durch ein mutmaßliches illegales Autorennen ums Leben gekommen. Der 21-Jährige, der den Unfallwagen gesteuert haben soll, hatte sich am Dienstag der Polizei gestellt. Er ist laut Staatsanwaltschaft nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Der Mann steht unter Mordverdacht und sitzt in Untersuchungshaft.

sen/dpa

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