Vergiftungen vermutet Mehr als 20 Tote nach Feier in Nachtklub in Südafrika

In der südafrikanischen Stadt East London sind in einem Nachtklub die Leichen zahlreicher junger Menschen gefunden worden. Augenzeugen vermuten, die Kneipenbesucher könnten vergiftet worden sein.
Symbolbild Polizeieinsatz

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Ralph Peters / imago images/Ralph Peters

Aus bislang unbekannten Gründen sind mehr als 20 Menschen nach dem Besuch eines Nachtklubs in der südafrikanischen Stadt East London gestorben. Örtliche Behördenvertreter bestätigten zunächst, dass 17 Leichen in dem Lokal gefunden worden seien. Weitere Menschen sind im Krankenhaus gestorben, andere befanden sich in einem kritischen Zustand, wie die Leiterin des Sicherheitsdienstes der Provinzregierung, Weziwe Tikana-Gxothiwe, im Lokalfernsehen sagte. Zuletzt war bei den Behörden von 22 Toten die Rede.

Die Betroffenen waren einem Polizeisprecher zufolge zwischen 18 und 20 Jahre alt. Die Todesursache ist bislang unklar, die Leichen wiesen aber offenbar keine äußerlichen Verletzungen auf. Einige Augenzeugen vermuten jedoch eine Vergiftung der Kneipenbesucher. Die Körper seien auf dem Boden gefunden worden. »Keine offenen Wunden, kein gar nichts. Wir wissen nicht, ob sie vergiftet wurden oder ob etwas anderes passiert ist«, hieß es aus einem Ministerium.

Massenpanik gilt als unwahrscheinlich

Berichten von Einsatzkräften zufolge sei es in der kleinen Taverne auch zu einem Gedränge gekommen. Ein Behördenvertreter der Provinz Eastern Cape schloss eine Massenpanik als Ursache jedoch aus. »Es ist schwer zu glauben, dass es sich um eine Massenpanik handelt, da es keine sichtbaren offenen Wunden bei den Toten gibt«, sagte ein Ermittler.

Die Lokalzeitung »DispatchLive« berichtete: »Die Leichen liegen auf Tischen, Stühlen und auf dem Boden.« Im lokalen Fernsehen waren Polizeibeamte zu sehen, die versuchten, eine Menschenmenge vor dem Nachtklub zu beruhigen. »Eltern, deren Kinder nicht zu Hause geschlafen haben, haben sich hier versammelt«, sagte ein Ermittler. Offenbar habe es sich um eine Feier nach Schulabschlussprüfungen gehandelt.

Der Vorfall sei in den frühen Morgenstunden gemeldet worden, die Polizei habe eine forensische Untersuchung eingeleitet, sagte eine Polizistin dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender SABC. East London liegt knapp tausend Kilometer südlich von Johannesburg am Indischen Ozean.

apr/AFP/dpa
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