Museum in Eichstätt Diebe stehlen Münzen im Wert von 10.000 Euro

In Eichstätt haben Diebe Münzen und ein Schwert im Wert von etwa 10.000 Euro aus einem Museum gestohlen - während der Öffnungszeit.

Symbolbild
Lothar Kornblume / LVR Landesmuseum Bonn / dpa

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Aus dem Eichstätter Museum für Ur- und Frühgeschichte haben Diebe Münzen und die Kopie eines Schwerts im Wert von etwa 10.000 Euro gestohlen. Die Täter schlugen nach Polizeiangaben tagsüber zu, während der Öffnung des Museums am Sonntagvormittag. In einem unbeobachteten Moment sollen sie zwei Vitrinen eingeschlagen und die wertvollen Exponate erbeutet haben.

Der "Donaukurier" berichtete, dass es sich um römische Münzsammlungen aus der Zeit von 90 bis 250 nach Christus und die Kopie eines keltischen Schwertes handelt. "Das waren unbezahlbare Stücke", sagte Albert Günther, Vorsitzender des Historischen Vereins, der Zeitung.

Die Münzsammlungen seien zum Teil so einzigartig, dass sie nicht wiederbeschafft werden könnten. Das Original des keltischen Schwerts sei nicht mehr zugänglich. Das Museum war für Anfragen am Sonntag zunächst nicht zu erreichen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, die Münzen seien in dem Jura-Museum der Stadt Eichstätt gestohlen worden. Tatsächlich handelt es sich um das Museum für Ur- und Frühgeschichte. Wir haben den Fehler korrigiert.

sth/dpa



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magicveloce 24.02.2019
1.
"Die Münzsammlungen seien zum Teil so einzigartig, dass sie nicht wiederbeschafft werden könnten." Da besteht kein inhaltlicher oder logischer Zusammenhang. Natürlich kann man sie wiederbeschaffen, einfach indem man die Diebe findet und die Beute zurückholt.
Newspeak 25.02.2019
2. ....
"Das waren unbezahlbare Stücke" ...und offensichtlich nicht ihrem Wert entsprechend gesichert. Was ist eigentlich in deutschen Museen los? Ist das jetzt das nächste Gebiet, auf dem dieses selbstherrliche Land versagt?
hermann_huber 25.02.2019
3. Kostenfrei Sicherheit
Erinnert mich an den Diebstahl der schwersten Goldmünze der Welt in Berlin. Seltsam wie schlecht in D alles gesichert wird. Offensichtlich kaum Sicherheitspersonal, kaum Überwachungskameras. Solang Sicherheit in Deutschland nur als vernachlässigbarer Kostenfaktor gesehen wird, werden wir uns an solche Nachrichten über dreiste Diebstähle gewöhnen müssen.
Oberleerer 25.02.2019
4.
Da diese Sachen hoffentlich bereits katalogisiert und untersucht wurden, haben sie keinen Wert mehr für die Historiker. Vlt. braucht man irgendwann Untersuchungen, die noch nicht absehbar sind, z.B. metallurgischer Art um die Herkunft der Erze zu bestimmen. Warum das Original-Schwert nicht mehr zugänglich ist, mag Gründe haben, aber auch hier dient es dem Museum nur als bessere Dekoration.
RaKader 25.02.2019
5. Zeit für Diebe
"In einem unbeobachteten Moment sollen sie zwei Vitrinen eingeschlagen und die wertvollen Exponate erbeutet haben." Ich kenne das Museum gut. An heißen Sommertagen steht die Tür offen und niemand ist drin. Mann kann einfach reingehen. Nebenan ist ein Burgschänke, ein paar Treppen geht es in das Gewölbe. Auch da ist niemand drin. Man muss rufen. Noch länger wartet man im Biergarten vor dem Museum. Für den Burgberg muss man schon Aktivität mitbringen. So einfach kommt man da nicht hoch. Eichstätt trägt dem Rechnung und verschließt seine Museen nicht vor der Bevölkerung mit besucherunfreundlichen Öffnungszeiten. Keine Frage, das Museum ist schlecht bewacht. Personal aber kostet. Gerade kleine Museen können diese Kosten oft nicht oder nur begrenzt aufbringen. Die Exponate dann trotzdem zu zeigen, zeugt von Bürgersinn. Eine Kleinstadt deswegen zu verurteilen, ist unfair. Besser wäre zu fragen, wer von diesen Museen sonst noch profitiert, sich aber nicht an ihnen beteiligt. Und hier ist nicht nur das Land gemeint…
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