Niedersachsen Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nach mutmaßlich rechtsextremem Anschlag

Im Briefkasten einer Frau in Einbeck, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzt, ist ein Sprengsatz explodiert. Nun ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft in Celle, zwei Männer sind in Untersuchungshaft.
Ortsschild der Stadt Einbeck im Landkreis Northeim: Zwei Männer sind in Untersuchungshaft

Ortsschild der Stadt Einbeck im Landkreis Northeim: Zwei Männer sind in Untersuchungshaft

Foto: Swen Pförtner/ dpa

Nach einem mutmaßlich rechtsextremistisch motivierten Anschlag im niedersächsischen Einbeck hat die Zentralstelle Terrorismusbekämpfung der Generalstaatsanwaltschaft in Celle die Leitung der Ermittlungen übernommen. Das teilte ein Sprecher der Behörde mit.

Ein 26 Jahre alter polizeibekannter mutmaßlicher Rechtsextremist und ein 23-Jähriger kamen in Untersuchungshaft. Die beiden hätten keinen festen Wohnsitz, und es sei daher von Fluchtgefahr auszugehen. Die beiden sowie ein dritter Mann stehen im Verdacht, am 10. Juni einen Sprengsatz im Briefkasten des Privathauses einer Frau gezündet zu haben, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzt.

Die kriminaltechnischen Untersuchungen der Reste des Sprengkörpers ergaben nach Angaben der Ermittlungsbehörde, dass die Substanz dem Sprengstoffgesetz unterliege. Gegen die Beschuldigten wird wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung, des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und Sachbeschädigung ermittelt.

kko/dpa
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