Einbruch bei Wayne Rooney Polizei jagt die Trophäendiebe

Der materielle Wert ist wohl überschaubar, der ideelle kaum zu ersetzen: Einbrecher haben bei einer Diebestour etliche Fußballtrophäen des britischen Starkickers Wayne Rooney mitgehen lassen. Hinter der Tat steckt ein System, vermuten die Fahnder, denn Rooney ist nicht das einzige Opfer.


London - Der 20-jährige Rooney, Stürmer von Manchester United, ist bereits das vierte prominente Opfer derartiger Einbrüche - vor ihm wurden bereits drei weitere britische Fußballer binnen gut einem Jahr bestohlen.

Fußballer Rooney: Einbrecher nahmen Trikots und Trophäen mit
AFP

Fußballer Rooney: Einbrecher nahmen Trikots und Trophäen mit

Die Polizei will nun ihre Fahndung verstärken. "Wir rufen die Öffentlichkeit zur Mithilfe auf", sagte ein Sprecher der Polizei von Liverpool. "Es könnte sein, dass einige der gestohlenen Gegenstände - vor allem Fußballsouvenirs - zum Verkauf angeboten werden." Die britische Zeitung "Sun" setzte gar eine Belohnung von 1000 Pfund auf sachdienliche Hinweise aus. Bei dem Einbruch in der Villa von Rooneys Eltern in einem Vorort von Liverpool seien am Samstag offensichtlich "ganz gezielt" Fußball-Souvenirs gestohlen worden.

Zur Beute gehörten mehrere Siegestrophäen, Rooneys Auszeichnung durch den Sender BBC als "Bester Jungsportler des Jahres 2002" und mehrere Trikots - darunter eins, das er bei der Fußball-WM in Deutschland trug. Erst im vergangenen Monat hatten Diebe bei einem Einbruch im Haus des Liverpool-Torwarts Jerzy Dudek neben rund hundert Fußball-Trikots auch dessen umgerechnet 95.000 Euro teuren Sportwagen mitgehen lassen.

Noch schlimmer traf es Frank Lampard vom Londoner Spitzenclub FC Chelsea. Von seinem Anwesen stahlen Einbrecher im Mai vergangenen Jahres einen Sport- und einen Geländewagen im Gesamtwert von umgerechnet rund 240.000 Euro, einen Plasma-Fernseher und etliche weitere Wertgegenstände. Beim Torwart Paul Robinson von den Tottenham Hotspurs entwendeten Einbrecher im vergangenen September nach britischen Medienberichten gar Juwelen im Wert von mehreren hunderttausend Pfund.

ffr/dpa/reuters



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