Tödlicher Einbruchsversuch Ermittler machen Zeugen ausfindig

Das könnte die Ermittlungen zum tödlichen Schuss auf einen mutmaßlichen Einbrecher in Hannover voranbringen: Die Staatsanwaltschaft hat zwei wichtige Zeugen gefunden. Zudem werden Bilder von Überwachungskameras ausgewertet.

Einsatzkräfte nahe des Tatorts in Hannover: Zeugen sollen vernommen werden
DPA

Einsatzkräfte nahe des Tatorts in Hannover: Zeugen sollen vernommen werden


Sie sollen die mutmaßlichen Komplizen des Opfers sein. Nach dem tödlichen Schuss auf einen 18-jährigen mutmaßlichen Einbrecher in Hannover hat die Staatsanwaltschaft zwei Zeugen ausfindig gemacht. Die beiden Männer sollen spätestens am Freitag als Zeugen vernommen werden, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Weitere Angaben zu den Personen machte er nicht.

Nach der Tat waren die beiden Begleiter des 18-Jährigen zunächst verschwunden. "Wir haben sie über Mittelsleute ausfindig gemacht", sagte Klinge.

Im Zuge der Ermittlungen wertet die Polizei auch Videosequenzen aus, die Überwachungskameras in der Tatnacht aufgezeichnet hatten. Oberstaatsanwalt Klinge sagte, Notwehr sei "mehr als unwahrscheinlich". Am Mittwochabend war Haftbefehl gegen den Schützen erlassen worden.

Der Inhaber einer Autowerkstatt beruft sich auf eine Notwehrsituation. "Die Videoaufnahmen werden beweisen, dass unser Mandant die Wahrheit gesagt hat", sagte sein Verteidiger Fritz Willig.

Der Schütze hatte laut Staatsanwaltschaft in der Vernehmung ausgesagt, er habe nach nächtlichen Geräuschen vom Fenster aus drei Unbekannte auf seinem Gelände erblickt, von denen einer auch bewaffnet gewesen sei. Daraufhin habe er seine eigene Waffe gegriffen und die Haustür geöffnet. Auf einen der für ihn bedrohlich wirkenden Eindringlinge habe er dann aus unmittelbarer Nähe geschossen. Als Sportschütze verfügt der 40-Jährige legal über mehrere Waffen.

sms/wit



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missvanje 11.06.2015
1. und wieder eine andere version
gestern hieß es er hat die mutmaßlichen Einbrecher angetroffen, ist dann zurück um seine Waffe zu holen, hat geschossen und dann erst die Polizei gerufen. sehr komisch alles. hoffentlich kommt da Licht ins dunkle damit endlich alle Betroffenen die Wahrheit kennen und nicht mehr so viel spekuliert werden kann.
Baron43 11.06.2015
2.
Die Zeugen hatten sicher nichts mit dem Einbruch zu tun. Ich vermute mal, den Einbrecher kennen sie nur flüchtig, und wussten nicht was er vorhat. Bei der Waffe handelte es sich wahrscheinlich auch nur um eine in Silberpapier eingewickelte Schokoladenattrappe.
japhet 11.06.2015
3. Einbrecher gesucht - Zeugen gefunden
@ missvanje (#1): Nicht wirklich komisch - nur passt es zum Berichtstil von SPON. Hier werden oft Begriffe unpräzise verwendet oder Tatbestände ungenau wiedergegeben. Mich wundert mehr, wie schnell die Polizei zwei Einbrecher gefunden hat, wenn man wirklich sucht. Und mich wundert, dass nichts davon zu lesen ist, dass die beiden Männer wegen versuchten Einbruchs in Haft genommen wurden. Stattdessen wird in der Überschrift des Artikels von "Zeugen" geschrieben. Das mögen sie zwar wohl wirklich sein - aber was würden Sie wohl erzählen, wenn einer Ihrer Kumpels bei einem bewaffneten Raubüberfall erschossen würde?
chjuma 11.06.2015
4. mit welchem Aufwand
die Einbrecher hier in die Opferrolle bugsiert werden ist erschreckend. Wenn diese Verbrecher hier nur halb so verfolgt würden und, wenn man sie überführt, auch so bestrafen würde dass sie es spüren, dass einbrechen auch in Deutschland verboten ist, hätten wir diese Probleme nicht in der Größenordnung. Aber macht weiter so und wundert Euch dann über Pegida. Der osteuropäische Einbrecher ist das Opfer und der Deutsche Hausbewohner ist der Täter. Ist das krank.
jamguy 11.06.2015
5. alternative
Bärenfallen aufstellen dawird man nicht dafür bestraft?
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