Tödlicher Einbruchsversuch Ermittler machen Zeugen ausfindig

Das könnte die Ermittlungen zum tödlichen Schuss auf einen mutmaßlichen Einbrecher in Hannover voranbringen: Die Staatsanwaltschaft hat zwei wichtige Zeugen gefunden. Zudem werden Bilder von Überwachungskameras ausgewertet.
Einsatzkräfte nahe des Tatorts in Hannover: Zeugen sollen vernommen werden

Einsatzkräfte nahe des Tatorts in Hannover: Zeugen sollen vernommen werden

Foto: Christian Elsner/ dpa

Sie sollen die mutmaßlichen Komplizen des Opfers sein. Nach dem tödlichen Schuss auf einen 18-jährigen mutmaßlichen Einbrecher in Hannover hat die Staatsanwaltschaft zwei Zeugen ausfindig gemacht. Die beiden Männer sollen spätestens am Freitag als Zeugen vernommen werden, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Weitere Angaben zu den Personen machte er nicht.

Nach der Tat waren die beiden Begleiter des 18-Jährigen zunächst verschwunden. "Wir haben sie über Mittelsleute ausfindig gemacht", sagte Klinge.

Im Zuge der Ermittlungen wertet die Polizei auch Videosequenzen aus, die Überwachungskameras in der Tatnacht aufgezeichnet hatten. Oberstaatsanwalt Klinge sagte, Notwehr sei "mehr als unwahrscheinlich". Am Mittwochabend war Haftbefehl gegen den Schützen erlassen worden.

Der Inhaber einer Autowerkstatt beruft sich auf eine Notwehrsituation. "Die Videoaufnahmen werden beweisen, dass unser Mandant die Wahrheit gesagt hat", sagte sein Verteidiger Fritz Willig.

Der Schütze hatte laut Staatsanwaltschaft in der Vernehmung ausgesagt, er habe nach nächtlichen Geräuschen vom Fenster aus drei Unbekannte auf seinem Gelände erblickt, von denen einer auch bewaffnet gewesen sei. Daraufhin habe er seine eigene Waffe gegriffen und die Haustür geöffnet. Auf einen der für ihn bedrohlich wirkenden Eindringlinge habe er dann aus unmittelbarer Nähe geschossen. Als Sportschütze verfügt der 40-Jährige legal über mehrere Waffen.

sms/wit
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