Kriminalstatistik So viele Straftaten zählt die Polizei in Ihrer Region

Die Polizei registriert immer mehr Wohnungseinbrüche, die Aufklärungsquote ist erschreckend gering. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Gewaltdelikte. Wie ist die Lage in Ihrer Region? Die interaktive Karte zeigt es.

Die Daten stammen von der Polizei, vorgestellt hat sie Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Berlin. SPIEGEL ONLINE hat sie regional und interaktiv aufbereitet.

Aus den Zahlen geht auch hervor: Es gab 2014 mehr Rauschgiftdelikte, aber weniger Autodiebstähle. Insgesamt hat die Polizei im vergangenen Jahr erstmals seit 2010 wieder etwas mehr als sechs Millionen Straftaten registriert, knapp zwei Prozent mehr als 2013. Diebstahlsdelikte dominieren mit einem Anteil von 40 Prozent weiterhin die Anzeigen in Deutschland, hieß es in einer Mitteilung des Innenministeriums . Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Fälle um 2,4 Prozent auf 2.440.060.

Wie bereits im Vorfeld bekannt geworden war, setzt sich der Aufwärtstrend im Bereich der Wohnungseinbrüche fort: Die Anzahl stieg um 1,8 Prozent auf 152.123 Fälle - damit steigt sie im achten Jahr infolge.

Die Aufklärungsquote ist den Angaben zufolge mit durchschnittlich 15,9 Prozent ausgesprochen gering. Besonders betroffen seien Großstädte und Regionen entlang von Autobahnen. Für den stetigen Zuwachs werden vor allem international agierende Einbrecherbanden verantwortlich gemacht. Zudem wurden mehr Betrugsdelikte verbucht, die Zahl stieg um 3,3 Prozent auf 968.866 Fälle.

Es wurden auch mehr Rauschgiftdelikte (plus 9,2 Prozent auf 276.734 Fälle) registriert, allerdings mit erheblichen Unterschieden bei den jeweiligen Drogenarten. So zeigten sich eine Abnahme bei Heroin, jedoch Anstiege bei LSD, Amphetaminen und Metamphetaminen sowie Cannabis, hieß es.

Einen Rückgang der registrierten Fälle gab es in den Bereichen Gewaltkriminalität (-2,1 Prozent auf 180.955 Fälle), sexueller Missbrauch von Kindern (-2,4 Prozent auf 12.134 Fälle) und Sachbeschädigung (-3,3 Prozent auf 601.112 Fälle). Die Polizei hat auch weniger Autodiebstähle (-2,8 Prozent auf 36.388 Fälle) und Straftaten gegen das Waffengesetz registriert.

Einen "absoluten Höchststand" hat den Angaben zufolge die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten erreicht, welche die Polizei seit 2001 erfasst. Im Jahr 2014 zählten die Beamten 18,3 Prozent mehr Gewalttaten: 3368 Fälle seien es; die registrierte Zahl der politisch motivierten Straftaten stieg um 3,3 Prozent auf 32.700. "Gerade fremdenfeindliche, antisemitische sowie rassistisch motivierte Straf- und Gewalttaten haben zugenommen", sagte de Maizière. "Diese Entwicklung ist besorgniserregend und muss gestoppt werden."

che/kis