Prozess in Sachsen-Anhalt Neunjährige vergewaltigt - Fünfeinhalb Jahre Haft für Angeklagten

In Dessau-Roßlau wurde ein Mann des schweren Kindesmissbrauchs schuldig gesprochen. Er vergewaltigte nach Ansicht des Gerichts eine Neunjährige auf den Elbwiesen.

Der Angeklagte im Landgericht Dessau-Roßlau
Hendrik Schmidt/ DPA

Der Angeklagte im Landgericht Dessau-Roßlau


Das Landgericht Dessau-Roßlau hat einen Mann zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der 27-Jährige hat nach Überzeugung der Kammer eine Neunjährige vergewaltigt. Die Richter sprachen ihn des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, der schweren Vergewaltigung und der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig.

Der Anklagevorwurf habe sich im Wesentlichen bestätigt, sagte die Vorsitzende Richterin Siegrun Baumgarten. Laut Staatsanwaltschaft ging die Neunjährige am Nachmittag des 9. Juni mit einem Teddy im Arm zum Spielen auf die Elbwiesen in Roßlau. Der Angeklagte habe sie von einer Bank aus beobachtet. Er folgte ihr demnach mit einem Fahrrad und sprach sie an. Dann bedrohte, würgte und vergewaltigte er das Kind. Er hörte der Anklage zufolge nicht auf, obwohl das Mädchen ihn trat und kratzte.

Der Angeklagte hatte die Vorwürfen im Wesentlichen gestanden. Er habe die Neunjährige beobachtet, sei ihr gefolgt und habe sie auf den Elbwiesen vergewaltigt.

Der 27-Jährige stammt aus Niger. Er lebte laut MDR vor der Tat in einer Flüchtlingsunterkunft. Nachdem der Fall bekannt geworden war, hatte es in Roßlau Demonstrationen gegeben, an denen sich auch Leute aus dem rechten Spektrum beteiligten. An der ersten Demonstration hatten laut MDR 120 Menschen teilgenommen, einige schätzte die Polizei demnach als rechtsextrem ein.

jpz/dpa

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.