Fahndung in Portugal Maddies Eltern nach Spurensuche "sehr zufrieden"

Die neu aufgelegte Spurensuche im Fall der verschwundenen Maddie McCann blieb bislang ohne Erfolg. Die Eltern des Mädchens lassen sich dennoch nicht entmutigen: Sie geben sich zuversichtlich, dass das Kind leben könnte.

Maddies Eltern, Kate und Gerry McCann (Archiv): Bodenuntersuchungen mit Spürhunden in Portugal
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Maddies Eltern, Kate und Gerry McCann (Archiv): Bodenuntersuchungen mit Spürhunden in Portugal


Lagos - Eine erneute Spurensuche im Fall der verschwundenen Maddie hat den Ermittlern in Portugal bisher keine neuen Erkenntnisse gebracht. Doch die Eltern lassen sich davon nicht entmutigen. Da bislang keine Hinweise auf ihre verschwundene Tochter an der Praia da Luz gefunden wurden, seien sie in ihrem Glauben bestärkt worden, dass ihr Kind am Leben sein könnte, sagten Kate und Gerry McCann nach einem Bericht des britischen "Guardian".

Die Eltern zeigten sich demnach "sehr zufrieden", dass in den vergangenen zehn Tagen bedeutende Suchmaßnahmen durchgeführt worden seien. Die McCanns hatten in den vergangenen Jahren mit erheblichem Medienecho immer wieder Untersuchungen verlangt. Von den portugiesischen Behörden waren die Ermittlungsakten bereits geschlossen worden.

Anfang Mai waren die Untersuchungen im Fall Maddie jedoch neu ins Rollen gekommen: Portugiesische Medien hatten damals berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Bodenuntersuchungen und Ausgrabungen im Fall Maddie genehmigt habe. Die britische Polizei kündigte daraufhin an, sie wolle in Portugal selbst ermitteln. Anschließend begannen portugiesische und britische Ermittler mit Bodenuntersuchungen.

Am Mittwoch war bei einer Suchaktion mit Spürhunden eine Brachfläche abgesucht worden. Der "Guardian" berichtete unter Berufung auf einen Sprecher von Scotland Yard, dass die Polizisten nichts gefunden hätten, was das Schicksal Maddies aufklären könnte.

Spurensuche im Brachland

Das Grundstück an einer Schnellstraße liegt etwa 15 Gehminuten von der Ferienanlage entfernt, aus der das damals dreijährige britische Mädchen im Mai 2007 während eines Familienurlaubs verschwunden war. Brachflächen abzusuchen sei nur die erste Phase einer längeren Polizeiaktion gewesen, hieß es von Scotland Yard. Die Ermittlungen führt die portugiesische Polizei.

Wenige Tage zuvor hatten die Polizisten ein sechs Hektar großes Gebiet durchkämmt. Durch die umfangreichen Ermittlungen vor Ort fühlen sich einige Anwohner der Ferienregion gestört - sie befürchten negative Auswirkungen auf den Fremdenverkehr.

daf/afp/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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agua 13.06.2014
1.
Das ist so nicht richtig. Dem zuständigen Beamten wurde der Fall entzogen, weil er auf Grund der Ermittlungen davon ausging, dass im Apartement ein Unfall geschehen ist und die Eltern das Kind haben Verschwinden lassen. Dann wurde der Fall geschlossen. Dieser Beamte schrieb ein Buch über diesen Fall und geht vor 6 Jahren davon aus, dass dieser Fall irgendwann wieder eröffnet wird und hoffentlich Recht über die wahren Täter gesprochen wird. http://www.google.pt/url?q=http://publico.pt/sociedade/noticia/goncalo-amaral-diz-que-madeleine-morreu-acidentalmente-e-que-pais-esconderam-corpo-1336365&sa=U&ei=I86aU9u_DoyV0QXznYDACg&ved=0CBEQFjAD&usg=AFQjCNFnzmEydiBVjvZOMyfBfrEM9MxB9A
Schweizer 13.06.2014
2. optional
...auch wenn e hart klingt: Wie wahrscheinlich ist es, dass Maddy noch lebt und gefunden wird? Wohl sehr unwahrscheinlich. Jedenfalls solange es keine neue vernünftige Spur gibt... Mit dem Geld welches da verpulvert wird, könnte man in der 3ten Welt tausende retten. Gefühle sind halt nicht logisch. Ich würde den Eltern wünschen, dass sie sich um des eigenen Seelenfriedens willen mit dem Verlusst abfinden können.
oliver.lang83 13.06.2014
3.
Wer ein Kind hat versteht diese Eltern!
dcrwiesbaden 13.06.2014
4. Kennen die McCann den oder die Kindesentführer vielleicht persönlich..
Wenn bei der neu aufgelegten Spurensuche keine echte Spur dabei gewesen ist, dann gibt es dafür nur wenige Erklärungen. Man ist wieder auf der falschen Spur, der oder diejenigen haben falsche Fährten gelegt (lassen an falschen Stellen suchen, weil das Kind nach versehentlichem oder beabsichtigtem Tod ins Meer geworfen worden ist). Kann man den McCann nicht verübeln, dass sie aufgrund der ausgebliebenen Spurensucherfolge immer wieder neue Hoffnung wider aller Vernunft schöpfen, dass ihr Kind noch am Leben sei, auch wenn das nach menschlichem Ermessen nicht zu erwarten ist. Was ist denn, wenn der portugische Erstermittler doch recht hat, dass die McCann was mit dem Verschwinden des eigenen Kindes nach unbeabsichtiger Tötungsfolge durch falsch dosierte Injektion eines Schlafmittels ? Das könnte das unerklärliche und ostentative Festhalten an dem irrationalen Glauben bestärken, das Kind lebe noch, obwohl es durch mögliche Falschbehandlung zu finalem Schaden gekommen und unauffindbar beseitigt worden ist.
rsl1411 13.06.2014
5.
Zitat von Schweizer...auch wenn e hart klingt: Wie wahrscheinlich ist es, dass Maddy noch lebt und gefunden wird? Wohl sehr unwahrscheinlich. Jedenfalls solange es keine neue vernünftige Spur gibt... Mit dem Geld welches da verpulvert wird, könnte man in der 3ten Welt tausende retten. Gefühle sind halt nicht logisch. Ich würde den Eltern wünschen, dass sie sich um des eigenen Seelenfriedens willen mit dem Verlusst abfinden können.
Mal angenommen, dein Kind ist schwer krank und es besteht nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass es mit einer teuren Operation weiterleben kann. Würdest du dann sagen: Na gut, ist ja nicht wahrscheinlich. Sparen wir uns die Operation und retten lieber tausende in der dritten Welt. Wohl kaum. Alles Gute den Eltern bei der Suche. Obwohl ich nach so vielen Jahren auch kaum noch zu hoffen wage, dass Maddie lebend wiedergefunden wird.
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