Kinderporno-Plattform Anklage fordert Freiheitsstrafen für mutmaßliche "Elysium"-Betreiber

Die Staatsanwaltschaft hat im Prozess um die Kinderporno-Plattform "Elysium" mehrjährige Freiheitsstrafen für die vier Angeklagten gefordert. Für einen solle Sicherungsverwahrung angeordnet werden.

Angeklagte in Limburg (Archiv)
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Angeklagte in Limburg (Archiv)


Im Prozess um die Kinderpornografie-Plattform "Elysium" hat die Staatsanwaltschaft für die vier Angeklagten mehrjährige Freiheitsstrafen gefordert. Die Anträge reichen von drei Jahren und zehn Monaten bis zu neun Jahren.

Die Beweisaufnahme habe die Vorwürfe gegen die Männer aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern "vollumfänglich bestätigt", sagte die Vertreterin der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt vor dem Landgericht Limburg. Sie plädierte zudem darauf, gegen einen der Angeklagten wegen wiederholten Kindesmissbrauchs Sicherungsverwahrung anzuordnen.

Die Angeklagten sollen - nach der Beteiligung an einer Vorgängerplattform - "Elysium" im Darknet betrieben oder sich am Betrieb beteiligt haben. Das Portal hatte mehr als 111.000 Nutzerkonten weltweit.

Die Plattform war etwa ein halbes Jahr im Darknet erreichbar, einem Teil des Internets, in dem sich Nutzer anonym bewegen können. Im Juni 2017 wurde sie vom Bundeskriminalamt und der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt abgeschaltet.

wit/dpa

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