Ermittlungen in Erfurt Maskierte überfallen Rechtsextreme

Eine Gruppe Maskierter hat zwei Mitglieder der rechtsextremen Szene in Erfurt schwer verletzt. Laut Polizei ist es nicht der erste Überfall dieser Art in der thüringischen Landeshauptstadt.
Polizeifahrzeug im Einsatz (Symbolbild)

Polizeifahrzeug im Einsatz (Symbolbild)

Foto: Monika Skolimowska/ dpa

Nach dem Angriff einer Gruppe Maskierter auf zwei Rechtsextreme in Erfurt dauern die Ermittlungen der Polizei weiter an. Es gebe unterschiedliche Angaben zu den Angreifern, sagte eine Sprecherin der Polizei. Welche Identität sie hätten, sei Teil der laufenden Ermittlungen.

Auf dem Weg zur Arbeit waren demnach am Donnerstag ein 24- und ein 34-Jähriger von maskierten Angreifern mit einer Axt, Totschlägern und Pfefferspray attackiert worden. Dabei erlitten die Männer aus der rechtsextremen Szene laut Polizei erhebliche Kopfverletzungen und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Angreifer flüchteten. Die Ermittler versuchten den Angaben zufolge, mit einem Hund ihre Fährte aufzunehmen. Auch eine Tatortgruppe des Landeskriminalamtes sei eingesetzt worden.

Die Ermittler gehen von einem politischen Hintergrund der Tat aus. Weitere Angaben zu der Tat machte die Polizei vorerst nicht. Laut Polizei ist es nicht der erste Überfall dieser Art in Erfurt. Eine Sprecherin verwies etwa auf den Angriff auf die Verkäuferin eines Szeneladens in der Stadt im Frühjahr vorigen Jahres.

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Raymond Walk, warnte vor einer Eskalation: »Die Gefahr ist groß, dass sich die Gewaltspirale weiterdreht und Gegenreaktionen folgen werden.« Er sprach von einer zunehmenden Radikalisierung der linken Szene und kündigte an, dies zum Thema im Innenausschuss machen zu wollen.

Im Sommer 2021 hatten Fachleute eine Analyse rechter Ideologie und Gewalt in Thüringen vorgelegt. Die Ergebnisse in Sachen Rassismus und Rechtsextremismus waren demnach besorgniserregend.

wit/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.