Bewährungsstrafe Heilpraktiker forderte Hypnose-Patientin zu sexuellen Handlungen auf

Ein Heilpraktiker hat eine Patientin in Hypnose versetzt, um sie zu sexuellen Handlungen zu überreden. Nun wurde der Mann wegen versuchter sexueller Nötigung verurteilt.

Angeklagter im Gerichtssaal: Sexuelle Nötigung zulasten einer willenlosen Person
Ralf Roeger/DPA

Angeklagter im Gerichtssaal: Sexuelle Nötigung zulasten einer willenlosen Person


Das Amtsgericht Erkelenz hat einen 62-jähriger Mann zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der Heilpraktiker hatte eine Patientin in tiefe Hypnose versetzt und zu sexuellen Handlungen aufgefordert.

Er habe versucht, der Frau einzureden, sie beide seien weltbekannte Pornostars und müssten für einen neuen Film üben, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung.

Die Patientin hatte nicht mitgemacht, so war es bei dem Versuch geblieben. Das Gericht verurteilte den Mann wegen versuchter sexueller Nötigung zulasten einer willenlosen Person und wegen unerlaubten Drogenbesitzes.

Im September 2017 hatte die Patientin heimlich eine Sitzung aufgezeichnet und die Polizei eingeschaltet. Sie habe zuvor Alpträume gehabt und einen Verdacht gegen den Mann gehegt, hieß es. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Polizisten Drogen bei dem Mann.

Der 62-Jährige hatte nach Gerichtsangaben in der nichtöffentlichen Sitzung die Vorwürfe eingeräumt. Seine Zulassung als Heilpraktiker hat er den Angaben zufolge mittlerweile verloren. Er arbeitet jetzt als Tierheilpraktiker.

cmb/dpa



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