Ermittlungserfolg Schwerer Schlag gegen Kinderporno-Konsumenten

Den Behörden ist einer der bisher größten Schläge gegen Kinderpornografie im Internet gelungen. Einem Zeitungsbericht zufolge hat die Staatsanwaltschaft Bonn 563 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Unter den Verdächtigen sollen Ärzte, Priester und ein Fußballtrainer sein.


Berlin - Bei 518 Verdächtigen kam es laut "Bild"-Zeitung zu Hausdurchsuchungen. Der stellvertretende Leiter der Bonner Staatsanwaltschaft, Jan van Rossum, sagte dem Blatt: "In 466 Fällen wurden erhebliche Mengen von kinderpornografischem Material sichergestellt."

Die Ermittlungen, die unter dem Namen "Operation Data" laufen, richten sich unter anderem gegen Ärzte und Priester, einen Fußballtrainer und einen Küster.

Der Zeitung liegt nach eigenen Angaben eine 180 Seiten starke Liste mutmaßlicher Kinderporno-Käufer vor. Auf ihr seien nicht nur die Namen der Verdächtigen protokolliert, sondern auch deren Anschriften und Kreditkartendaten.

Nach Informationen des Blattes soll sich ein Pfarrer aus Sachsen vom Computer des Pfarramtes auf die Kinderporno-Seite eingeloggt haben. Bei ihm wurden Fotos und Filme sichergestellt. Der Geistliche wurde beurlaubt.

Zum Kreis der Verdächtigen gehören laut "Bild" ein Gynäkologe aus Thüringen, ein Lehrer aus Sachsen sowie ein Pastor aus Rheinland-Pfalz. Ein Küster aus Baden-Württemberg sei wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material bereits zu einer Geldbuße von 4500 Euro verurteilt worden.

jdl/ddp



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