Erschossener Liechtensteiner Bankchef Leiche des Tatverdächtigen im Bodensee gefunden

Für die tödlichen Schüsse auf den Liechtensteiner Bankchef Jürgen Frick wurde ein Fondsmanager verantwortlich gemacht. Nun wurde eine Männerleiche aus dem Bodensee gezogen - die Polizei geht davon aus, dass es sich um den Tatverdächtigen handelt.

Der Tatort: Tiefgarage der Frick-Bank in Balzers, Liechtenstein
DPA

Der Tatort: Tiefgarage der Frick-Bank in Balzers, Liechtenstein


Genf - Bei einer im Bodensee gefundenen Leiche handelt es sich vermutlich um einen Fondsmanager, der für den Tod eines Liechtensteiner Bankchefs verantwortlich gemacht wird. Der 48-jährige Jürgen Frick war im April in der Tiefgarage des Liechtensteiner Bankhauses Frick erschossen worden.

Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten die Tat. Als verdächtig galt der Fondsmanager Jürgen H., nach dem gefahndet wurde. Laut der Polizei in Liechtenstein weisen Schmuck und Kleidung darauf hin, dass es sich bei dem Toten um H. handelt. Eine Autopsie ist für Montag angesetzt.

Der Polizei zufolge wurde damals H.s mutmaßliches Fluchtauto sowie sein Reisepass nahe dem Rhein gefunden, rund 25 Kilometer vom Tatort entfernt. Die Polizei fand zudem eine handschriftliche Notiz, in der H. die Tat gestanden habe. Ermittler vermuten einen Suizid.

H. soll die Frick-Bank und die Finanzmarktaufsicht für seinen Ruin als Fondsmanager verantwortlich gemacht haben. Deshalb habe er das Fürstentum auch auf Schadensersatz verklagt. In einem Pamphlet soll er das Fürstentum als "Scheiße" und "Verbrecherstaat" bezeichnet haben. Unterschrieben war das Schreiben mit "Dipl. Ing. Jürgen H., alias Robin Hood von Liechtenstein".

ulz/AP



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